
Das Liszt-Denkmal am Esterházyplatz wurde dem großen Sohn des Burgenlandes, zu seinem 125. Geburtstag im Jahr 1936 errichtet.
Franz Liszt (1811 - 1886)
Franz Liszt wurde im Jahre 1811 in Raiding (damals Komitat Sopron) geboren.
Vater Adám Liszt, Gutsverwalter bei der Familie Esterházy und Mutter Anna Mária Lager lebten bescheiden, umgaben jedoch ihr Kind mit hingebungsvoller Liebe.
Mit 5 Jahren wurden seine außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten entdeckt.
Mit 9 Jahren trat er bereits öffentlich in Sopron auf. Er begann seine künstlerische Laufbahn als Wunderkind nach dem Vorbild Mozarts und als Klaviervirtuose allerersten Ranges.
Die Salons und Konzertsäle der europäischen Kulturhochburgen lagen ihm zu Füßen.
Von den Frauen geliebt und von allen Kunstfreunden bis zur Hysterie vergöttert gilt er als berühmteste Persönlichkeit des
19. Jahrhunderts.
Später wandte er sich vollständig von diesem weltlichen Treiben mit Ruhm und Glamour ab, um sich seiner tiefen Religiosität gemäß in der Abgeschiedenheit römischer Klöster ganz in die inneren Welten des Geistlichen zurückzuziehen.
Dort empfing er schließlich sogar die Weihen des niederen Klerus und trug fortan den Titel "Abbé".
"Was ist unser Leben anderes als eine Reihe von Vorspielen zu jenem unbekannten Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?"
Am 31. Juli 1886 verstarb Franz Liszt in Bayreuth, der diese Worte Lamartines als Motto seiner symphonischen Dichtung "Les Préludes" wählte.
Das Werk aus weißem Marmor stammt von A. Járay.