

Bürgermeister Thomas Steiner überzeugt sich gemeinsam mit Vizebürgermeister Josef Mayer und dem Leiter der Wirtschaftsbetriebe, Alfred Schlögl, vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten.
Mehr als 2,5 Millionen Euro wurden seitens der Stadtgemeinde in die Hand genommen, um einerseits die technischen Einrichtungen auf den neuesten Stand zu bringen und andererseits das Angebot für die Gäste zu attraktiveren.
Die Sanierung begann im September des Vorjahres und wird derzeit finalisiert. Einer geplanten Eröffnung am 29. März steht also nichts mehr im Wege. Bereits in den Tagen vor der Wiedereröffnung wird es einen rund zweiwöchigen Probebetrieb geben.
Das Hallenbad erfreut sich überregional großer Beliebtheit. Über 63.000 Besucher verzeichnete es allein im Jahr 2010. „Daher ist es uns wichtig, dieses Angebot zu erhalten und für alle Nutzer noch attraktiver zu machen. Ein Neubau würde mit geschätzten Kosten von über 20 Millionen Euro den finanziellen Rahmen der Stadt sprengen, daher haben wir uns für die Sanierung entschieden“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.
Neues Betriebskonzept
Die augenscheinlichsten Neuerungen gibt es im Sauna- und Gastronomiebereich. Im Zuge der haustechnischen Sanierung wurde auch das Betriebskonzept angepasst. Der Saunabereich wird künftig durch die Freizeitbetriebe der Stadtgemeinde selbst geführt und an die veränderte Konkurrenzsituation angepasst. Die Besucher werden zwei finnischen Saunen, eine Kräutersauna, eine Dampfkammer und eine Infrarotkabine vorfinden. Außerdem wurden Ruhe- und Aufenthaltsbereiche und Nassbereiche erneuert. Auch ein Massageangebot und Solarium sind vorgesehen. Durch Synergien mit dem Hallenbad soll das wirtschaftliche Ergebnis verbessert werden. Der Gastronomiebereich musste technisch erneuert werden. In diesem Zuge wurde dieser aus wirtschaftlichen Gründen, gemeinsam mit dem Sauna-Buffet verpachtet und den Anfordernissen angepasst. Zusätzlicher Frequenzbringer wird ein neu errichteter Fitnessbereich, der an einen bestehenden Anbieter aus Eisenstadt verpachtet wird. Sowohl für den Gastronomie-, als auch für den Massage- und Fitnessbereich sind bereits Pächter gefunden.
Auch für Barrierefreiheit ist im sanierten Hallenbad gesorgt. Zusätzlich zum bereits vorhandenen behindertengerechten Eingang und Hebelift für das große Schwimmbecken, wurden die Nassräume im umgebauten Obergeschoß behindertengerecht gestaltet. Der Einbau eines sogenannten Plateaulifts erleichtert Rollstuhlfahrern nun den Zugang zum Saunabereich im ersten Stockwerk.
Der Eingangsbereich zu Hallenbad, Sauna und Kunsteisbahn wird mit einem neuen Kassensystem ausgestattet, der für Saisonkarten einen Zugang mittels Bürgerkarte ermöglicht. Das neue Kassensystem soll in weiterer Folge auch auf das Freibad ausgedehnt werden. Der Fitnessbereich und die Massage, sowie alle Gastronomiebereiche sind frei zugänglich.
Der größte Aufwand der Sanierung wird für die Gäste aber im Verborgenen bleiben. Die im Keller untergebrachten technischen Anlagen wurden fast vollständig ausgetauscht. Die drei Jahrzehnte alte Technik der Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- und Schwimmbadanlagen entsprach nicht mehr dem heutigen Standard und war auch nur mehr teilweise funktionstüchtig. Die Wassertemperatur im Lehrschwimmbecken wird durch den Einbau eines zweiten Wasserkreislaufs erhöht.
Neue Technik ist gut für Haushalt und Umwelt
Die technischen Neurungen werden sich in den kommenden Jahren auch positiv in den Betriebskosten niederschlagen: Durch Optimierung der technischen Anlagen und Umstellung der Energieversorgung auf umweltfreundliche Fernwärme kann der Energieverbrauch deutlich minimiert werden. „Durch die Sanierung wird der Energieeinsatz für Strom und Wärme deutlich reduziert und die Energieeffizienz gesteigert. Das freut nicht nur die Umwelt sondern auch den Haushalt der Stadtgemeinde“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner. Im Zuge der Ausschreibung wurden von der ausführenden Firma Einsparungen in der Höhe von über 80.000 Euro jährlich vertraglich garantiert.
„Unser Hallenbad ist nicht nur ein beliebtes Bad für die Bevölkerung, sondern auch eines der wichtigsten Zentren für den Schwimmsport im Burgenland, vor allem für den Schwimm-Nachwuchs. Mit der Sanierung sorgen wir dafür, dass das Hallenbad weiterhin optimale Rahmenbedingungen für den heimischen Schwimmsport bietet. Vereine, Schulen und die Bürger der Landeshauptstadt sowie aus der Umgebung dürfen sich schon heute auf ein saniertes Bad freuen“, so Bürgermeister Thomas Steiner abschließend.