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2.7.2015 - Taktiles Leitsystem und Barriefreiheit Lions-Platz

Rampe zum Pongratz-Haus
Rampe zum Pongratz-Haus

Das Pongratz-Haus, welches künftig für kleinere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann, ist ab sofort mittels Rampe für Rollstuhlbenutzer zugänglich. Auch ein barrierefreies WC wurde im Gebäude eingerichtet.

Da im Zuge der Sanierung des Pulverturms und des Pongratz-Hauses keine direkte barrierefreie Verbindung zum Domplatz geschaffen werden konnte, wird alternativ ein Weg mit einem Maximum an Barrierefreiheit und Beschilderung gestaltet: Er führt vom Pongratz-Haus über den Bischofshof zur Pfarrgasse und weiter in die Innenstadt auf den Domplatz und zum Rathaus. Hindernisse am Weg wurden bereits mit rot-weiß-roten Banderolen für eine bessere Sichtbarkeit beklebt und die erste taktile Bodeninformation im öffentlichen Raum in Eisenstadt aufgebracht. Die Beschilderung entlang des Weges wird zeitnah angebracht.

16.6.2015 - Vier neue Behindertenparkplätze

In seiner Sitzung vom 16. Juni 2015 beschloss der Gemeinderat der Freistadt Eisenstadt einstimmig die Errichtung von vier neuen Behindertenparkplätzen. Beim Freibad, vor dem Gesundheitszentrum, in der Wiener Straße (hinter dem Feuerwehrhaus Kleinhöflein) sowie in der St. Rochus-Straße (vis-a-vis des sanierten Pulverturms) können Fahrzeuglenker mit einem entsprechenden Behindertenausweis parken. „Die Plätze wurden im Zuge des Etappenplans ‚Barrierefreies Eisenstadt‘ auf ihre Machbarkeit überprüft und umgesetzt“, so Bürgermeister Thomas Steiner.

12.5.2015 - Begehung und Banderolen

Begehung mit Vertreter diverser Organisationen
Bei der Begehung galt es Barrieren und gemeinsame Lösungswege zu finden.
Beklebung mit Banderolen
Bis Ende des Jahres sollen Verkehrstafeln und ähnliche Hindernisse mit Banderolen gekennzeichnet sein.

Im Rahmen des Projekts „Barrierefreiheit und Inklusion in Eisenstadt“ wurden weitere Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung im öffentlichen Raum in Eisenstadt initiiert.

 

Bis Ende des Jahres werden im gesamten Stadtgebiet Verkehrsschilder und andere Steher (z.B. Laternen und Fahrradständer) mit rot-weiß-roten Banderolen versehen. Bisher sind Schilder und Co. insbesondere für Menschen mit Sehbehinderungen schlecht wahrnehmbar, aber auch viele anderen Menschen können sie übersehen und sich an ihnen verletzen. Durch diese Maßnahme sollen Hindernisse im Verkehrsraum besser erkannt und dadurch Kollisionen vorgebeugt werden.

 

Im Laufe der nächsten Wochen werden die Banderolen angebracht. „Auch wenn das unser Stadtbild verändern wird, geht für mich die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger vor. Deshalb begrüße ich diese Maßnahme und bin davon überzeugt, dass wir uns an die farblichen Kennzeichnungen gewöhnen werden“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner.

 

„Die Wahrnehmbarkeit der Hindernisse wird für alle Menschen erhöht, nicht nur für Menschen mit Sehbehinderungen. Es ist eine einfache und kostengünstige Maßnahme, die zu mehr Verkehrssicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger Eisenstadts beiträgt“, erklärt Projektleiter DI Werner Fleischhacker.

 

Am 12. Mai 2015 fand eine Begehung des Weges zwischen Bahnhof, Rathaus und Domplatz mit behinderten Menschen und Vertretern des Magistrats Eisenstadt statt. Bei der Begehung waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter mit dem Projektteam zu Fuß unterwegs, um herauszufinden welche Barrieren es gibt und um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu finden.

 

„Ich finde es sehr positiv und gewinnbringend, dass hier Organisationen und betroffene Menschen aktiv eingebunden wurden. Ein essentieller Aspekt dieses Projekts ist die Realisierung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, durch diese werden sehr viele Menschen profitieren, wie das Beispiel des Fußwegs zum Bahnhof sehr deutlich zeigt“, sagt Mag. Rudolf Halbauer, Vizepräsident des KOBV Wien, Niederösterreich und Burgenland.

 

Die aus der Begehung hervorgegangenen Vorschläge wurden von den Verantwortlichen aufgenommen, um sie bei der weiteren Planung der barrierefreien Gestaltung des Weges zwischen Bahnhof, Rathaus und Domplatz zu berücksichtigt. „Erste Maßnahmen, wie beispielsweise die bei der Gestaltung des barrierefreien Übergangs an der Kreuzung Ödenburger Straße und Bahnstraße werden wir noch in diesem Jahr umsetzen“, betont Projektleiter DI Werner Fleischhacker.

5.5.2015: Unternehmerabend zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion

Der Magistrat der Freistadt Eisenstadt arbeitet eifrig daran, die Barrierefreiheit in den städtischen Gebäuden und im öffentlichen Raum zu erhöhen und schrittweise umzusetzen. Um auch die lokale Wirtschaft mit in den Prozess einzubeziehen lud Bürgermeister Thomas Steiner am 5. Mai 2015 die Unternehmer der Stadt ein, sich über das Thema zu informieren und sich aktiv mit der Barrierefreiheit auseinanderzusetzen.

 

Am 1. Jänner 2006 trat das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) in Kraft. Es regelt generell die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Das gilt grundsätzlich auch für öffentlich zugängliche Gebäude und den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Bis 31. Dezember 2015 müssen bestehende Gebäude möglichst barrierefrei gestaltet sein. Neubauten müssen immer barrierefrei gestaltet werden.

 

„Es wird der Stadt sehr viel nutzen, wenn auch die Unternehmen bei der Umsetzung von Barrierefreiheit mitmachen. Dann wird Eisenstadt für die Bevölkerung und den Tourismus noch attraktiver. Wir haben sie beim Unternehmerabend auch über die gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen informiert, die natürlich einen größtmöglichen Grad an Barrierefreiheit auch von Anbietern von Waren und Dienstleistungen fordern“, erklärt Bürgermeister Steiner.

 

Bei der Informationsveranstaltung hat Reinhard Rodlauer, der den Magistrat zum Thema Barrierefreiheit berät, referiert und ist auf die Fragen der Anwesenden eingegangen: „Wichtig war mir den Unternehmern nahezubringen, wie die praktische Ausführung von Barrierefreiheit aussehen kann und warum sie auch mit kleinen Maßnahmen viel erreichen können. Angesichts der gesetzlichen Lage (Anm.: Ende der Übergangsfristen des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes per 31. Dezember 2015) haben viele Unternehmer Bedenken und Sorgen was denn nun auf sie zukommt.“ Diese Bedenken konnten gemeinsam besprochen und zu einem großen Teil geklärt werden. Durch das vermittelte Wissen wird den Anwesenden die Auseinandersetzung mit dem Thema Barrierefreiheit zukünftig sicherlich leichter fallen.

 

„Der Unternehmerabend ist aus meiner Sicht ein wichtiger Teil des Projekts „Barrierefreiheit und Inklusion in Eisenstadt“, welches im Rahmen des Stadtentwicklungsplans 2030 läuft. Nachdem ich das rege Interesse der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer gesehen habe, kann ich mir auch sehr gut vorstellen die Veranstaltung für weitere Interessierte zu wiederholen“, stellt DI Werner Fleischhacker, Projektleiter von „Barrierefreiheit und Inklusion in Eisenstadt“, in Aussicht.

18.12.2014: Barrierefreie Querungshilfe der Ödenburger Straße

Bürgermeister Thomas Steiner, Stadtbezirksvorsteher Istvan Deli und der zuständige Gemeinderat für Planung, Bau und Umweltschutz Christoph Schmidt (l.) beim Lokalaugenschein in der Ödenburger Straße.
Bürgermeister Thomas Steiner, Stadtbezirksvorsteher Istvan Deli und der zuständige Gemeinderat für Planung, Bau und Umweltschutz Christoph Schmidt (l.) beim Lokalaugenschein in der Ödenburger Straße.

Eine neuerrichtete mobile Verkehrsinsel wird künftig eine barrierefreie Querung der Ödenburger Straße bei der Kreuzung mit der Bahnstraße ermöglichen. Die Errichtung ist als Ergänzung zur Unterführung zu betrachten und ermöglicht eine einfachere Straßenquerung für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwägen und ältere Menschen.

 

„Die neue Verkehrsinsel bietet in Kombination mit der zusätzlichen Beleuchtung eine weitere – und vor allem – barrierefreie Möglichkeit die stark befahrene Ödenburger Straße bei der Kreuzung mit der Bahnstraße zu überqueren“, freut sich Bürgermeister Thomas Steiner.

 

Um die Querungshilfe einrichten zu können, war es notwendig mit dem Land Burgenland als Verwalter der Landesstraßen eine Vereinbarung zu treffen. Seitens des Landes wurden die Montage der Verkehrsinsel sowie der notwendigen Verkehrszeichen und die Bodenmarkierung übernommen. Die Stadtgemeinde übernahm ihrerseits die Kosten für die Verkehrsinsel, die normgerechte Beleuchtung der Fußgängerquerungshilfe sowie die Erhaltung des neugeschaffenen Gehsteigs und der Grünflächen.

 

Die Umsetzung erfolgte vorerst ohne Schutzweg. Dieser soll nach der abschließenden Beurteilung der Verkehrsbehörde auf Basis eines Gutachtens des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verordnet werden. Aus verkehrstechnischen Gründen wurde auch das Linksabbiegen (aus dem oberen Teil der Bahnstraße kommend) in die Ödenburger Straße verboten.

 

„Die Kosten für die Stadt belaufen sich auf rund 10.000 Euro für die zusätzliche Straßenbeleuchtung, den Fahrbahnteiler sowie dem Gehsteigneubau inklusive der Absenkung der notwendigen Randsteine. Das ist eine notwendige Investition in die Sicherheit der Fußgeher und gleichzeitig ein Mehr an Barrierefreiheit für die Landeshauptstadt“, so Bürgermeister Steiner abschließend.

 

3.12.2014: Briefkasten eingerichtet

Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Europaweit beträgt der Anteil der Menschen mit Behinderungen rund 15%. Barrierefreiheit und Inklusion sind wichtige Themen, welche die ganze Gesellschaft betreffen. Bürgermeister Thomas Steiner und das Team rund um Projektkoordinator Reinhard Rodlauer nehmen diesen Tag zum Anlass, um die Bedeutsamkeit des Themas und der damit verbundenen Initiative für ein barrierefreies Eisenstadt erneut hervorzuheben.

 

Als weiteren wichtigen Schritt zur Barrierefreiheit und Inklusion richten Bürgermeister Thomas Steiner und Franz Maldet – in Vertretung des Vizepräsidenten Mag. Rudolf Halbauer – vom KOBV Wien, Niederösterreich und Burgenland am 3. Dezember einen Briefkasten im Rathaus ein, in welchem die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen platzieren können. „Ich freue mich sehr, dass wir den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen mit einem weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit in Eisenstadt feiern können“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner. Zusätzlich zum Briefkasten wird auch die Emailadresse inklusion@eisenstadt.at eingerichtet. Interessierte können zukünftig ebenfalls Informationen zum Projekt auf der Internetseite der Landeshauptstadt Eisenstadt nachlesen. Dieser Bereich wird zukünftig weiter ausgebaut und regelmäßig aktualisiert.

 

10.9.2014: Erster Workshop für Etappenplan

25 Teilnehmer beim ersten Workshop
25 Teilnehmer beim ersten Workshop

Am Mittwoch, dem 10. September 2014, fand im Gemeinderatssaal der erste Workshop für die Initiative „Barrierefreies Eisenstadt“ satt. 25 Personen waren gekommen, um die ersten Schritte für einen Etappenplan zu setzen, der in den kommenden Jahren für ein Mehr an Barrierefreiheit sorgen wird. Eisenstadt ist nach Wien die zweite Landeshauptstadt die einen derartigen Plan erstellt.

 

Neben Privatpersonen nahmen auch Vertreter des Behindertenverbands KOBV, des Hilfswerks, der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, des Komitees für Mobilität Sehbehinderter Menschen, des Blinden- und Sehbehindertenverbands sowie des Eisenstädter Seniorenbeirats an diesem ersten Workshop teil.

 

Die Erstellung eines umfangreichen Etappenplans ist das Hauptaugenmerk der Initiative „Barrierefreies Eisenstadt“. Im ersten Schritt wurden während der Auftaktveranstaltung Handlungsfelder identifiziert. Diese Start- und Planungsphase wird im Dezember 2014 abgeschlossen. Das kommende Jahr steht dann ganz im Zeichen der Erstellung des Etappenplans, auch die ersten Umsetzungsschritte können bereits Ende 2015 beginnen. Dabei sollen nicht nur bauliche Hindernisse sondern ebenso soziale Barrieren und Kommunikationsbarrieren behandelt werden.

 

„Die hohe Teilnehmerzahl und die zahlreichen konstruktiven Vorschläge, die im Laufe des ersten Workshops gesammelt wurden, zeigt uns, dass Barrierefreiheit ein wichtiges Thema ist“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner und führt weiter aus: „Wir nehmen das Thema Barrierefreiheit sehr ernst, deshalb ist es wichtig, dass es in den Stadtentwicklungsplan aufgenommen wird. Für die Ausarbeitung der wichtigsten Themen wollen wir Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen aller Art auf breiter Basis einbinden. Dieser Ansatz wird es uns ermöglichen, das Thema zukunftsorientiert nah an den Bedürfnissen der Bürger anzugehen.“

 

Das Projekt wurde im Rahmen des neuen Stadtentwicklungsplans „Eisenstadt 2030“ gestartet. Mit der Leitung wurde der Spezialist Reinhard Rodlauer von Rodlauer Consulting betraut. „Ziel ist es, die Barrierefreiheit in alle Bereiche des neuen STEP einzubringen. Auch in Zukunft sollen die positive Entwicklung der Stadt und die bereits sehr hohe Lebensqualität gesichert werden. Alle, die sich betroffen fühlen, können mitmachen und mitgestalten! Das Thema Barrierefreiheit ist für jeden von uns wichtig – ob als Kleinkind, Elternteil oder Pensionist. Im Laufe des Lebens profitiert davon jeder“, so Rodlauer abschließend.


Kontakt:

Name:    DI Fleischhacker Werner
Tel.:02682/705-301
Zimmer:2.03