Eisenstadt.at

Eisenstadt.at
Seite: Eisenstadt.at / KULTUR UND FREIZEIT / Pulverturm & Pongratzhaus


Pulverturm (Dombastei) und Pongratzhaus

Durch ein EU Projekt ist ein historisches Kleinod, das mitten im Stadtzentrum liegt, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich: Die Dombastei, ortsüblich als „Pulverturm“ bekannt und das benachbarte Pongratzhaus wurden im Zuge des Projektes „Erhaltung der mittelalterlichen historischen Stadtmauer und baulichen Ensembles“ revitalisiert.

 

 

Pulverturm

Pulverturm innen nach der Sanierung

 

Die Dombastei wurde 1534 in Folge zweier Türkenkriege, die für Eisenstadt glimpflich verlaufen sind, als eine von vier Wehranlagen zur Verstärkung der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadtmauer errichtet. Dadurch erhielten insbesondere die im Angriffsfall gefährdeten Mauerknicke einen zusätzlichen Schutz. Die Dombastei ist neben dem Pulverturm im Nordosten (beim Schlosspark) die letzte noch erhaltene dieser Anlagen.

 

Über viele Jahrzehnte fristete die Bastei in der Rochusstraße ein Dornröschendasein. Wildwuchs und Müllablagerungen prägten das Bild. Nach der Fertigstellung der Sanierung wurde der "Pulverturm" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kann für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden.

 

 

Das innere des Pulverturms vor der Sanierung
Kein schöner Anblick: Der Pulverturm vor seiner Sanierung: Wildwuchs und Müllablagerungen

Pongratzhaus

Barrierefreier Zugang im sanierten Pongratzhaus

Auch das benachbarte Pongratzhaus, verfiel zusehens. Das Haus, das um 1800 als erstes Haus einer Häuserzeile in der ehemaligen Vorstadt „St. Antonius“ und damit außerhalb der Stadtmauer erbaut wurde, trägt den Namen des bekannten Malers Peter Pongratz. Er wurde 1940 in diesem Haus in Eisenstadt geboren. Zu seinem 75. Geburtstag im Jahr 2015 widmete ihm das Essl Museum in Klosterneuburg eine große Retrospektive mit allen Werken der bisherigen Schaffensphasen und auch neuen, bisher noch nicht gezeigten Arbeiten.

 

In den vergangenen Jahren beherbergte das Haus einige Kurse, vielen Eisenstädtern ist es durch die einst dort untergebrachte Mutterberatung bekannt. Im Jahr 2014 entschloss sich die Stadt, mit Unterstützung des Landes, des Bundes und der EU die beiden Bauwerke umfassend zu sanieren.

 

Noch im Dezember starteten die Planungsarbeiten, ab dem Frühjahr 2015 die Baudurchführung. Genau wie der "Pulverturm" kann das Pongratzhaus nach der Fertigstellung für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Ausstellungen verwendent werden.

 

 

Der Zahn der Zeit nagte hart am Pongratzhaus.
Der Zahn der Zeit nagte vor der Renovierung sichtlich am Pongratzhaus.

Projekt

Das Gesamtprojekt „Pulverturm und Pongratzhaus“ beinhaltete folgende Maßnahmen. Restaurierung Pulverturm (einschließlich barrierefreier Zugang), Sanierung und Restaurierung Pongratzhaus (einschließlich barrierefreier Zugang), Neugestaltung der Außenanlagen zwischen Pulverturm und Pongratzhaus (Lionsplatz). Neuerrichtung des Durchgangs in den Domgarten und behindertengerechte und barrierefreie Verbindung vom Pulverturm (über Innenhof Diözese bzw. der Dompfarre) Richtung Pfarrgasse/Domplatz sowie die Sanierung der historischen Stadtmauer im Bereich der evangelischen Kirche. Die Gesamtkosten (inkl. MwSt.) belaufen sich auf rund 750.000 Euro. Davon betragen die förderfähigen Kosten rund 630.000 Euro. Diese werden zur Gänze durch die EFRE-Förderung gedeckt.

 

 

Förderlogo Wachsen mit Europa


Datum: 28.05.2017

URL: http://www.eisenstadt.at/index.php?id=3039



< Zurück