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Aus Eisenstadt

Nachhaltige Nutzung von Regenwasser in der Leichtathletikanlage

Zisterne spart jährlichen Wasserbedarf von 60 Haushalten ein

Bild vom Bau der Zisterne

Bild vom Bau der Zisterne

Gerade wenn man ein lebenswichtiges Gut wie das Wasser scheinbar im Überfluss zur Verfügung hat, lohnt es sich über eine ressourcenschonende Verwendung nachzudenken – vor allem am heißesten Tag des Jahres. „Wir wollen in Eisenstadt unsere Wasserressourcen im Sinne einer von Nachhaltigkeit geprägten Lebensweise auch für zukünftige Generationen schonen und zur sinnvollen Nutzung hinterlassen“, so Bürgermeister Thomas Steiner. Die Stadt hat diesen Leitsatz auch beim Bau der Leichtathletik-Arena mitbedacht und eine Zisterne errichtet um so Regen- und Grundwasser für die Bewässerung nutzen zu können. Die Zisterne ist seit Kurzem in Betrieb.  

Im Zuge der Errichtung des Lagerhauses wurde in diesem Bereich eine grundwasserführende Schicht angeschnitten und zur Ableitung dieses Wassers eine Leitung in Richtung Sportplatz gelegt. Ebenso liefert die Ringdrainage rund um das Gelände. ganzjährig Wasser. Dadurch kann ein großer Teil der Bewässerung der Arena gedeckt und so wertvolles Trinkwasser gespart werden. Der Wasserbedarf für den Sportplatz beträgt im Durchschnitt ca. 50m³ pro Tag, an 200 Tagen im Jahr (an Spitzentagen bis zu 80m³) also rd. 10.000m³. Die Zisterne fasst  100m³ Wasser. Der mittlere Wasserbedarf eines 4-Personen-Haushalts beträgt ca. 170m³ Wasser pro Jahr. Durch die Zisterne kann der Verbrauch von bis zu 60 Haushalten eingespart werden.

Technische Details:

Das Drainagewasser wird rund um die Uhr in die Zisterne eingeleitet und dort gespeichert. Das Wasser wird von der Zisterne mit einer Pumpe entnommen und damit die Spotplatzberegnung angespeist, dabei sinkt der Wasserstand in der Zisterne, diese füllt sich aber im Laufe des Tages wieder auf, sodass für den nächsten Beregnungszyklus wieder ausreichend Wasser vorhanden ist. Sollte der Wasserstand in der Zisterne unter ein Minimum sinken, schaltet das Bewässerungssystem automatisch auf die öffentliche Wasserversorgung um. Bei steigendem Wasserstand wird dann das Wasser wieder aus der Zisterne entnommen.