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Aus Eisenstadt

Notfall-Kurbelradios für die Eisenstädterinnen und Eisenstädter

Abarbeitung des Blackout-Präventionsplans schreitet voran

Bürgermeister Thomas Steiner mit dem 1. Vizebürgermeister Istvan Deli (r.) sowie FPÖ-Klubobmann Konstantin Langhans (l.).

„Der Ukraine-Krieg hat es uns noch einmal verstärkt vor Augen geführt: Europa und damit Österreich sind keine Insel der Seligen. Das heißt, wir müssen stärker denn je mit einem Blackout rechnen“, so Bürgermeister Thomas Steiner zu den Gründen des im Frühjahr beschlossenen Blackout-Präventionsplanes. Ein Punkt um für einen längerfristigen Stromausfall gerüstet zu sein, war die Anschaffung von Notfallradios für die Bevölkerung. „Der Präventionsplan dient nicht nur dazu die Stadt mit Stromaggregaten etc. auf diese Situation vorzubereiten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich im Krisenfall zu unterstützen. Diese Radios sollen dazu dienen, dass lebensnotwendige Informationen an die Bevölkerung geben werden können“, so Bürgermeister Thomas Steiner.

In den ersten Stunden und Tagen eines Blackouts können viele Informationen noch über Radio weitergegeben werden. Durch den Zusammenbruch des Stromnetzes können herkömmliche Radiogeräte nicht mehr betrieben werden. Während ein Smartphone allein im Notfall immer noch eine sehr gute Möglichkeit ist, mit anderen in Kontakt zu bleiben, ist man dennoch auf eine Batterie angewiesen oder man verliert das Funknetz. Ein neues „Notfallradio“ verbraucht nur einen Bruchteil der Energie, welches ein Smartphone benötigt, um es in Betrieb zu halten und kann unabhängig vom Stromnetz mit einer Kurbel betrieben werden. Daher ist ein Weltempfänger (Notfallradio) erforderlich, um in jeder Notsituation über das Radio Informationen zu erhalten. Die Stadt Eisenstadt hat nun Kurbelradios angekauft, die nun zum geringen Preis von 10 Euro an die Bürgerinnen und Bürger weitergeben werden. Dieser Tage geht ein Infoschreiben mit einem Gutschein an jeden Haushalt.  Mit diesem Gutschein können die Radios im Sportzentrum oder in der Bürgerservicestelle des Magistrats abgeholt werden.

„Strom ist eine Grundlage des modernen Alltags – fällt er weg, sind neben vielen anderen Dingen auch die Kommunikation und damit die Information zum Bürger und der Bürgerin gravierend beeinträchtig. Fakt ist: Nur eine ausreichende Information schafft Sicherheit. Die Kurbelradios können genau diesen wichtigen Informationsfluss in einer Krisensituation gewährleisten“, so der 1. Vizebürgermeister Istvan Deli.

FPÖ-Klubobmann Konstantin Langhans dazu: „Es ist wichtig, dass das Thema jetzt vermehrt in den Fokus rückt, denn die Blackout-Gefahr ist höher denn je.  Gerade für uns  Freiheitliche ist Blackout-Prävention ein wichtiges Thema. Wir müssen uns gründlich vorbereiten und in die Infrastruktur investieren. Zudem muss die Bevölkerung umfassend aufgeklärt werden. Ihr wollen wir mit den Radios und anderen Maßnahmen helfen, sich im Notfall selbst bestmöglich versorgen zu können.“

Neben den Kurbelradios beinhaltet der Stufenplan noch folgende vier Punkte:

Informationspolitik - Über sämtliche Informationskanäle der Stadt Eisenstadt, mit einer besonderen Schwerpunktsetzung auf das Amtsblatt, soll die Bevölkerung der Stadt über das Thema Blackout sowie Maßnahmen zur individuellen Vorbereitung informiert werden. Nur mit einer möglichst umfassenden Einzelversorgung wird es möglich sein, auch längere Blackoutphasen zu meistern.

Stromautarkie - Um im Krisenfall die Handlungsfähigkeit der öffentlichen Einrichtungen und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten, werden Notstromaggregate für den Städtischen Bauhof und die Stadtfeuerwehr Eisenstadt angekauft. Das Ziel ist es, für die kritische Infrastruktur der Freistadt Eisenstadt stromautarke Insellösungen in einer Kombination aus nachhaltigen Energiequellen (z.B. PV-Anlagen) und Notstromaggregaten zu konzipieren.

Infopoints/Selbsthilfebasen - Die Weitergabe und der Erhalt von Informationen sind in einem solchen Krisenfall von besonderer Bedeutung. Durch den Ausfall der gewohnten Kommunikationsinfrastruktur ist eine direkte Informationsweitergabe an die Bevölkerung vor Ort nötig. In allen drei Ortsteilen werden deshalb Infopoints für den Krisenfall eingerichtet, wo Bürger aktuelle Informationen beziehen können.

Krisenstab und Einsatzzentrale - Um die Abläufe während eines möglichen Blackouts in der Stadt Eisenstadt zu koordinieren, tritt der Krisenstab der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt zusammen. Damit die Handlungsfähigkeit auch im Fall des Blackouts gewahrt bleibt, ist für den Krisenstab der Landeshauptstadt Freistadt eine Einsatzzentrale einzurichten. Der Krisenstab tritt regelmäßig zu Übungswecken mit professioneller Begleitung zusammen.