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Aus Eisenstadt

STEP 2030+: Planungswerkstätten starten

Innenstadt und Bahnhofsviertel im Fokus des Bürgerbeteiligungsprozesses

Alle Fraktionen im Gemeinderat stehen hinter dem STEP2030 und dessen Evaluierung. Bürgermeister Thomas Steiner mit den Fraktionsführern: SPÖ-Klubobfrau Beatrix Wagner, Grünen-Sprecherin Anja Haider-Wallner und FPÖ-Chef Matthias Hahnekamp

Im Jahr 2013 hat die Freistadt Eisenstadt den Entschluss gefasst, Rahmenbedingungen für die raumplanerische Weiterentwicklung der Landeshauptstadt zu schaffen und Themenfelder festzulegen, die die Jahre bis 2030 bestimmen sollen. Mit dieser strategischen Stadtentwicklung ist Eisenstadt Vorreiter im Burgenland. Unter Einbindung der Bevölkerung entstand so der Stadtentwicklungsplan „Eisenstadt 2030“ (STEP), der seither den Rahmen für sämtliche Aspekte der Entwicklung Eisenstadts bildet und im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. 2021 wird dieser nun – ebenfalls mit umfangreicher Bürgerbeteiligung – evaluiert. Nach den erfolgreichen Grätzelspaziergängen im Juli starten nun die Planungswerkstätten. „Alle sind herzlich eingeladen sich mit Ihren Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen und an der Gestaltung von zwei wesentlichen Gebieten unserer Stadt mitzuwirken: der Innenstadt und dem Bahnhofsviertel“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

„Neben den Fachleuten aus der Stadtverwaltung werden auch externe Experten ihr Know-How in die Planungswerkstätten einbringen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Weichen für die Weiterentwicklung unserer Stadt zu stellen“, so Steiner, der die Hintergründe erläutert: „Eisenstadt befindet sich derzeit in einer besonderen Entwicklungsdynamik. Viele Ideen und Vorschläge stehen im Raum. Veränderung trifft auf Bewahren. Ein guter Zeitpunkt, um die bisherigen Maßnahmen und Entwicklungen zu evaluieren und den STEP zu aktualisieren.“ Es geht dabei nach vielen Projekten, die schon abgearbeitet wurden, um eine Bestandsaufnahme und um den Feinschliff um Wohnraum noch besser im Einklang mit den Bedürfnissen der Bewohner zu planen. „Eisenstadt soll nicht nur für uns, sondern auch für die nachfolgenden Generationen als lebenswerte Stadt erhalten bleiben“, so Bürgermeister Steiner, der weiter betont: „Eisenstadt hat den richtigen Mix aus Lebensqualität, vielen Arbeitsplätzen und einem hohen Versorgungsgrad der Bevölkerung. Und das soll auch so bleiben.“

Infos zu den Planungswerkstätten:

 

  • Innenstadt (5. Oktober, 18.30 – 20.30 Uhr Gemeinderatssaal/Rathaus)

Die Fußgängerzone von Eisenstadt mit ihren barocken Bürgerhäusern ist ein wahres Juwel, das Schloss Esterházy und die Haydnkirche locken alljährlich zahlreiche Touristen in die Landeshaupstadt, das jüdische Museum, das Haydnhaus, das Haydn Denkmal – alles liegt fußläufig in der Innenstadt. Und eben genau dieses Gebiet von der Haydnkirche bis zur Osterwiese gilt es weiterzuentwickeln. Sei es durch verkehrsberuhigende Maßnahmen oder die Steigerung der Aufenthaltsqualität. Was wünschen Sie sich für dieses Gebiet? Was sind Ihre Ideen? Teilen Sie uns Ihre Vorschläge mit und erarbeiten Sie mit uns an diesem Abend Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Innenstadt.

 

  • Bahnhofsviertel (13. Oktober, 18.30 – 20.30 Uhr E_Cube, Zielgerade 1)

Ein weiteres Gebiet, das es für die nächsten Jahre zu entwickeln gilt, ist der Bahnhof. Die Flächen dort haben hohes Potenzial und sind durch ihre verkehrsbegünstige Lage (Zug, Regionalbus, Stadtbus, City Taxi) einmalig für Eisenstadt. In den nächsten Jahren kann dort ein neuer Stadtteil entstehen. Wie soll dieses Gebiet aussehen? Welche Nutzungen, welche Angebote sollen dort angesiedelt werden? Wie soll der neue Stadtteil gestaltet werden?  

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich (step@eisenstadt.at oder 02682/705/710)

Generelle Infos zum STEP

Der Stadtentwicklungsplan „Eisenstadt 2030“ gibt eine Reihe von Zielen und Maßnahmen vor, die bereits in den vergangenen fünf Jahren die übergeordnete Handlungsanleitung für die Stadt darstellten. In dieser Zeit wurden auch weitere Fachkonzepte erstellt, die diese Ziele noch in einzelnen Fachthemen vertiefen und konkretisieren. So wurde im Stadtbaumkonzept das Ziel von mehr als 3.000 Neupflanzungen festgelegt und im Mobilitätskonzept die Grundlage für deutliche Verschiebungen im „modal split“ zugunsten des öffentlichen und des Rad- und Fußgängerverkehrs geschaffen.

Neben den fachlichen Festlegungen gibt es im STEP auch räumliche: die Untersuchungszonen. Für diese wurde schon vor sechs Jahren erkannt, dass hier Entwicklungen anstehen werden, die gesamtstädtische Auswirkungen haben und die man sich „genauer ansehen“ muss, um den STEP-Zielen gerecht zu werden. Einige dieser Untersuchungszonen, wie Kirchäcker Ost und Obere Langäcker, wurden bereits mit den im STEP vorgeschriebenen Methoden der Qualitätssicherung entwickelt. Ergebnisse sind immer Projekte, welche nicht nur dem Selbstzweck dienen, sondern die öffentlichen Interessen immer im Fokus haben – im Gebiet Kirchäcker Ost war dies etwa der Anlass, den vielfach gewünschten zweiten großen Park für Eisenstadt als zentrales Element dieses neuen Stadtteils vorzusehen.

Nach der Einarbeitung der Ergebnisse aus diesem Prozess soll der STEP schließlich an die aktuellen Vorgaben des Burgenländischen Raumordnungsgesetzes angepasst und als „Örtliches Entwicklungskonzept“ beschlossen werden.