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Aus Eisenstadt

ÖVP, SPÖ und Grüne beschließen Wohnungsverkauf

Zwei Millionen Euro für Zukunftsinvestitionen

 

ÖVP, SPÖ und Grüne stimmten für den Wohnungsverkauf.

13 Punkte standen auf der Tagesordnung der gestrigen Gemeinderatsitzung, die covid-bedingt wieder im E-Cube stattfand. Neben Vergaben für das neue Feuerwehrhaus in Kleinhöflein und Statutenänderungen in den Freizeit- und Umweltbetrieben, wurde auch der angekündigte Wohnungsverkauf in der Bahnstraße diskutiert. Dieser wurde schlussendlich mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Grünen beschlossen. „Wir kaufen und verkaufen dort wo es Sinn macht und bauen Vermögen für die Stadt und die zukünftigen Generationen auf. Das ist unser Grundverständnis von nachhaltiger Finanzpolitik“, betont Bürgermeister Thomas Steiner. 

Insgesamt habe man in den vergangenen Jahren inkl. der jetzigen Wohnungen Immobilien im Wert von 3,5 Millionen Euro (Rosental-Grundstück und das Gebäude des alten St. Georgener Kindergartens) verkauft und andere Immobilien um 1,5 Millionen Euro wieder gekauft. Dabei sind unter anderem das Krautgarten-Grundstück auf dem der Kindergarten steht, das zukünftige Jugendheim in Kleinhöflein sowie ein Haus in der Ruster-Straße. Gleichzeitig wurden 12 Millionen Euro investiert und damit Vermögen erhöht. Beispiele dafür sind etwa die Mittelschule (4 Mio. Euro), die Leichtathletik-Arena (1,4 Mio. Euro), der Kindergarten Krautgartenweg (2,5 Mio. Euro), das Hallenbad (1,5 Mio. Euro), das Feuerwehrhaus Kleinhöflein (800.000 Euro) uvm. Zudem wurden stetig Schulden abgebaut - alleine von 2019 bis 2021 über 2,7 Millionen Euro.

Mit dem gestrigen Beschluss werden nun 22 Wohnungen in der Bahnstraße 13-17 an den Höchstbieter, die Firma Neolan Immobilien Gmbh, verkauft. Der Verkaufspreis von 2.040.000 Euro und liegt weit über dem Verkehrswert. Zwei unabhängige Gutachten ergaben 2018 und 2020 einen Wert von 1,355 bzw. 1,6 Millionen Euro. Zehn der 22 Wohnungen sind derzeit belegt. Die Gebäude wurden vor beinahe 100 Jahren (1926) fertiggestellt und vor 20 Jahren teilsaniert. Die Wohnhausanlage steht unter Denkmalschutz. 2017 wurde ein transparenter Prozess gestartet, der jetzt mit dem Verkauf abschließt. Es gab schlussendlich zwei Optionen: Die Wohnungen Instand setzen, was Kosten in der Höhe von etwa einer Million Euro für die Stadt ausgelöst hätte oder den Verkauf der Wohnungen. Nach zwei transparenten Bieterverfahren unter juristischer Begleitung könne man nun die Wohnungen um über zwei Millionen Euro verkaufen, so Steiner, der weiter betont:  „Der Erlös aus dem Verkauf wird weiter in Zukunftsprojekte reinvestiert.“