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Aus Eisenstadt

Startschuss für nachhaltige Absicherung des Hallenbades

Stadt investiert zum 40. Jubiläum 1,35 Millionen Euro in Sanierung

Bürgermeister Thomas Steiner (l.) und Vizebürgermeister Istvan Deli gaben heute den Startschuss zur Sanierung des Hallenbades.

Bürgermeister Thomas Steiner bei der Pressekonferenz.

Das Hallenbad Eisenstadt erfüllt eine überregionale Aufgabe für Vereine, Kinder, Sport und Bewegung. Gleichzeitig ist der Betrieb mit einem jährlichen Abgang von rund einer halben Million eine Herausforderung für das Stadtbudget. „Das ist es uns im wahrsten Sinne des Wortes wert. Wir sind uns unserer Verantwortung als Landeshauptstadt bewusst. Eisenstadt ist eine Schul- und Sportstadt, deswegen werden wir zum heurigen 40. Jubiläum mit einer weiteren großen Sanierung, das Hallenbad langfristig absichern“, so Bürgermeister Thomas Steiner.

„In Zeiten, in denen mancherorts eher über die Schließung von Bädern und sonstigen Freizeiteinrichtungen gesprochen wird, werden wir unseren erfolgreichen Schwimmvereinen, unseren Schulen, unseren Familien und unseren sporttreibenden Eisenstädterinnen und Eisenstädter auch in Zukunft mit dem Hallenbad ein Zuhause bieten“, so Steiner. 

Das Eisenstädter Hallenbad ist mittlerweile 40 Jahre in Betrieb. 2011 stand der Fortbestand des Hallenbades auf der Kippe. Damals musste vor allem die in die Jahre gekommene Technik um 2,5 Millionen Euro saniert werden um den Betrieb für 10 bis 15 Jahre zu sichern. „Danach sei Schluss haben uns die Statiker zu dieser Zeit gesagt“, so Steiner. Im Frühjahr 2020 wurde ein weiteres Gutachten über den Zustand der Anlage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Der Betrieb kann mit einer weiteren kurzfristigen Sanierung um rund 1,35 Millionen Euro und  langfristigen Maßnahmen auf Jahrzehnte abgesichert werden. „Wir sind bereit auch diese Investition für die Eisenstädter und die Bevölkerung des ganzen Nordburgenlandes zu tätigen. Und zwar trotz des - durch die Pandemie sowie die sinkenden Ertragsanteile - immer kleiner werdenden finanziellen Spielraumes für die Stadt“, so Steiner. Zu Gute kommt der Stadt dabei die die Anschubförderung des Bundes. Damit können bis zu 50 Prozent der Kosten übernommen werden. „Die Sanierung des Hallenbades ist eines von mehreren Projekten, das wir beim Bund einreichen werden. Wir arbeiten gerade an einem Plan, wie wir diese Anschubförderung optimal nutzen können. Wir wollen jeden Cent, den wir uns holen können, optimal für die Menschen in unserer Stadt einsetzen. Wir wollen sorgsam mit dem Steuergeld umgehen“, so Steiner. 

Deli: Wichtiges Zentrum für den burgenländischen Schwimmsport und Schulen  

„Wie wichtig das Bad vor allem für die Schulen ist, zeigen uns die Anfragen von Schulklassen aus dem ganzen Nordburgenland, die unsere Kapazitäten sprengen“, so der 1. Vizebürgermeister Istvan Deli. Die Besucherzahlen steigen. 2007 nutzen rund 55.000 Personen das Hallenbad, 2019 waren es über 72.000 – bis zu 20.000 davon sind Schüler. „Unser Hallenbad ist nicht nur eines der beliebtesten Bäder für die Bevölkerung, sondern auch eines der wichtigsten Zentren für den Schwimmsport im Burgenland, vor allem für den Schwimm-Nachwuchs. Mit der Sanierung sorgen wir dafür, dass das Hallenbad weiterhin optimale Rahmenbedingungen für den heimischen Schwimmsport bietet“, so Deli.

Fast die Hälfte der Zeit wird im Hallenbad von den Vereinen trainiert. Damit die größten Nutzer, die Schul- und Vereinsgruppen, von der dreimonatigen Sanierungszeit nicht beeinträchtigt werden, werden die Arbeiten im kommenden Sommer durchgeführt. „Dann steht das Freibad als Alternative zur Verfügung“, so Deli. 

Details zu den Sanierungsarbeiten:

Folgende kurzfristigen Sanierungsarbeiten um 1,35 Millionen Euro werden nach einem Sanierungskonzept eines Ziviltechniker-Büros von Juni bis September 2021 umgesetzt:

  • Stahlbetonsäulen und Deckenuntersicht beim Hauptbecken
  • 2.500m² Dachflächen

Langfristige Sanierungsarbeiten, die auch die Gebäudehülle und Außenanlagen sowie Becken- und Wandverkleidungen betreffen, werden in den kommenden Jahren umgesetzt.