Aktuelles

Aus Eisenstadt

Über 6.000 Personen in Eisenstadt getestet

100 Mitarbeiter sorgten für reibungslosen Ablauf an größter Teststation des Landes

 

Militärkommandant Gernot Gasser, Norbert Frank (Rot Kreuz Einsatzleiter vor Ort), Martin Jaidl, Bürgermeister Thomas Steiner, Günther Marx und Christoph Frimmel (v.l.)

Bürgermeister Thomas Steiner bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Militärkommandant Gernot Gasser und Christoph Frimmel vom Roten Kreuz Burgenland.

„Die Massentests konnten mit dem enormen Engagement der vielen Mitarbeiter und der befreundeten Organisationen sehr gut abgewickelt werden. Viele Zeitfenster, vor allem zu Beginn der Massentests, waren komplett ausgebucht. Insgesamt wurden rund 6.000 Menschen getestet. Nur zwei davon waren positiv getestet“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner im Beisein von Militärkommandant Gernot Gasser und Christoph Frimmel, Leiter des Rettungsdienstes des Roten Kreuz Burgenland bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Eingebunden in „Eisenstadt testet“ waren darüber hinaus auch der Arbeitersamariterbund, Polizei, Mitarbeiter aus vier anderen Gemeinden, Freiwillige, Nachbarschaftshilfe Plus und viele andere. Dank deren Einsatz und Hilfe gab es über alle Testtage hinweg keine langen Wartezeiten.

Mit den knapp 6.000 getesteten Personen, über zwei Drittel aus der Landeshauptstadt selbst, ist Steiner zufrieden. Eisenstadt sei damit über dem Landes- und Bundesschnitt, wiewohl es generell noch Luft nach oben gebe. Steiner erklärt: „Geschuldet ist das der kurzen Vorlaufzeit und auch den zentralisierten Testungen. Mit mehreren wohnortnahen Teststationen auch in den anderen Gemeinden und mit mehr Zeit für eine umfangreiche Bewerbung, hätten mit Sicherheit mehr Personen mobilisiert werden können.“ Den Effekt einer wohnortnahen Testungsmöglichkeit kann man derzeit in Niederösterreich beobachten.  Steiner kritisiert auch die Informationspolitik des Landes: „Wir haben für die Organisation relevante Infos erst am Vorabend des ersten Testtages erhalten und auch die Möglichkeit ohne Voranmeldung zu den Teststationen zu kommen kam viel zu spät.“ Steiner erklärt weiter: „In Eisenstadt haben wir das früher kommuniziert und von Haus aus nie jemanden weggeschickt. Wenn jemand keinen Termin hatte, haben wir einen für ihn ausgemacht und ihn so schnell wie möglich getestet.“

Steiner: Zusammenarbeit vor Ort war ausgezeichnet

Das Allsportzentrum hat sich als geeigneter Teststandort erwiesen: Überdachter Eingangsbereich, lange Gänge, hoher Raum und ausreichend Parkplätze. „Personaleinsatz – immerhin waren 100 Personen in Schichten vor Ort - und die Einrichtung der Infrastruktur für die acht Teststraßen waren zwei große Aufgaben, die wir Dank der Organisationsstärke des Magistrats ausgezeichnet bewältigen konnten“, erklärt Steiner. Das administrative Personal bzw. die Hilfsdienste wurden in Eisenstadt größtenteils durch Mitarbeiter der Stadt gestellt. Das eingesetzte medizinische Personal sowie das Personal für die Administration war äußert professionell und sehr engagiert über den gesamten Zeitraum. „Die medizinische Leitung durch das Rote Kreuz war hervorragend, die Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres mit den Erfahrungen aus den Lehrertest sehr wertvoll“, erklärt Steiner.

Gasser: „Gemeinden haben trotz des Zeitdrucks ausgezeichnet organisiert.“

Militärkommandant Gernot Gasser erläutert: „Das Österreichische Bundesheer hat Assistenz für das Gesundheitsministerium geleistet. Bundesweit waren mehr als 5.300 Soldaten im Einsatz. Nach der Hauptaufgabe, die Durchführung der Testung des Bildungspersonals, war unsere Aufgabe die Massentests zu unterstützen. Die Gemeinden haben unser Angebot genutzt und trotz hohen Zeitdrucks die Testungen ausgezeichnet organisiert und auch sehr gut durchgeführt.“

Frimmel: "Jeder von uns war im Land im Einsatz"

Die medizinische Leitung hatte das Rote Kreuz, das von Christoph Trimmel, Einsatzleiter des Rettungsdienstes, vertreten wurde: „Wir haben jeden Mitarbeiter, egal ob freiwilliger Sanitäter oder nicht, eingesetzt. Mit dieser Manpower und mit einem gemeinsamen Schulterschluss aller Organisationen konnten wir diese Herausforderung sehr gut meistern.“

Details zum Ablauf vor Ort:

Für eine möglichst einfache und kurze Anreise per Auto standen die zwei Parkplätze in der unmittelbaren Umgebung rein den Testpersonen zur Verfügung. Im Innenbereich sorgte ein CheckIn-Bereich inkl. Fiebermessung für optimale Vorbereitung und so für einen noch rascheren Ablauf bei den acht Teststationen. Dann wurde man durch ein Einbahnsystem durch das Gebäude und die Teststation geleitet. Das Ergebnis bekommt man innerhalb kürzester Zeit aufs Smartphone bzw. als Email. Personen ohne diese Zugänge konnten in einem eigenen Bereich auf das Ergebnis warten.