Projekte

in Eisenstadt

Die Projekte im Überblick

Gesundheit ist ein wichtiges persönliches und gesellschaftliches Gut. Ihre Bedeutung wird oft erst bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt.

Gesundheit bedeutet aber nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Die Gesundheit der Bevölkerung wird von den Rahmenbedingungen des Umfeldes genauso bestimmt wie vom individuellen Verhalten und auch den körperlichen Faktoren.

Besonders im Alltag, also dort, wo Menschen leben, spielen, lernen, arbeiten, unterwegs sind und ihre Freizeit verbringen, werden die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen geschaffen. Daher ist es von zentraler Bedeutung, das Umfeld so zu gestalten, dass dieses gesundheitsförderlich ist und der Wohlfühlfaktor gegeben ist.

Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes über die Projekte, welche im Rahmen von „Eisenstadt tut mir gut“ am Laufen sind.

Schmetterlingswiesen für Eisenstadt

Wir lassen die Stadt aufblühen Im Rahmen unserer kommunalen Gesundheitsförderung „Eisenstadt tut mir gut“ werden an mehreren Plätzen in Eisenstadt Schmetterlingswiesen angelegt. Gemeinsam mit den Kindern der städtischen Kindergärten und den städtischen Gärtnerinnen und Gärtnern sollen hier neue Lebensräume für Schmetterlinge geschaffen werden. Auch die Bevölkerung kann sich an der Aktion beteiligen.

Die Vielfalt der Schmetterlinge ist ein wichtiger Indikator für das sensible Gleichgewicht unserer Natur. Fühlen sich die Schmetterlinge wohl, ist das Umfeld auch für uns lebenswert. Das Burgenland bietet abwechslungsreiche Landschaften in denen sich Schmetterlinge besonders wohl fühlen. Jedoch stellen Schmetterlinge besondere Ansprüche an ihren Lebensraum und reagieren stark auf Veränderungen.

Der Lebensraum für heimische Schmetterlinge wird eng, schwindende Schmetterlingsarten weisen darauf hin, dass sich unsere Natur verändert. Der Verlust unserer natürlichen Vielfalt gefährdet die Tagfalter. Aktuell sind die Hälfte aller Tag- und Nachtfalter gefährdet. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Monokulturen, Trockenlegungen und Pestizide in der Landwirtschaft vernichten ihre Nahrungspflanzen.

„Wir möchten auf dieses sensible Thema aufmerksam machen und gemeinsam mit den Kindern Eisenstadts neue Lebensräume für Schmetterlinge schaffen. Die Kinder der Eisenstädter Kindergärten legen mit Eisenstadts Gärtnern an mehreren geeigneten Plätzen in Eisenstadt Schmetterlingswiesen an und werden im Kindergarten vorab auf dieses Projekt in spielerischer Weise vorbereitet“, erläutert Bürgermeister Thomas Steiner das Projekt.

Am Projekt beteiligen sich alle sechs städtischen Kindergärten. Gemeinsam mit den Gärtnerinnen und Gärtner der Wirtschaftsbetriebe werden Flächen in der Nähe der Kindergärten genutzt.

Blumensamen für alle

Zusätzlich wird der Eisenstädter Bevölkerung ermöglicht, gemeinsam die Landeshauptstadt aufblühen zu lassen und sich am Projekt zu beteiligen. „Aus diesem Grund erhält die Bevölkerung Eisenstadts Blumensamen mit der kommenden Ausgabe des Amtsblattes zugeschickt. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und setzen Sie ein Zeichen für die Schmetterlinge. Sei es in Ihrem Garten oder in Blumenkästen“, so Bürgermeister Steiner.

Die Gesamtfläche der Schmetterlingswiesen der Kindergärten beträgt 4355 Quadratmeter an elf verschiedenen Standorten. Werden alle 7000 Sackerl Blumensamen auch wirklich ausgesät, dann entstehen noch einmal rund 14.000 Quadratmeter Blumenwiesen.

Es wird besonders darauf geachtet keine Blumen und Gräser zu verwenden die Allergien auslösen könnten, ein weiteres Augenmerk wurde auf die Biodiversität gesetzt, um den Schmetterlingen möglichst vielfältigen Gestaltungs- und Lebensraum bieten zu können.

„Wir schaffen Lebensräume für Insekten und Schmetterlinge und erhöhen den Wohlfühlfaktor in der Stadt. Das Anbringen von Tafeln mit Erläuterungstexten dient der Aufklärung der Bevölkerung und Wissensvermittlung“, so Bürgermeister Steiner abschließend.

Fit in den Frühling Themen Shopping

Bei dem Themen-Shopping-Tag am Freitag, den 17. März in der Eisenstädter Fußgängerzone war die Stadtgemeinde Eisenstadt gemeinsam mit dem Burgenländischen Hilfswerk vor dem Rathaus mit einem Informationsstand und dem Gesundheitsmobil vertreten.

Es wurde Beratung direkt am Stand zum Thema pflegende Angehörige, sowie Leistungen im Sozialbereich angeboten, genauso wie Blutdruck-, Körperfett- und Blutzuckermessungen. Die Stadtgemeinde konnte das Jahresprogramm zu „Eisenstadt tut mir gut“ präsentieren und lud zu einer grünen Smoothie Verkostung ein.

Kohlendioxid Ampeln

Im Rahmen von „Eisenstadt tut mir gut“ werden in Eisenstadts Volksschulen Kohlendioxid Ampeln in den Klassenräumen aufgestellt, die die Luftqualität in den Klassenräumen messen.

Wir alle brauchen Sauerstoff zum Leben und auch zum Denken. Sobald die Luft in einem Raum verbraucht ist, sinkt die Denkfähigkeit beim Menschen erheblich. Denken verbraucht große Mengen Energie. Energieerzeugung erfolgt durch Verbrennungsvorgänge, diese brauchen Sauerstoff. Verbrauchte Luft bedeutet aber nicht nur, dass der Sauerstoff abnimmt, sondern auch, dass das Kohlendioxid zunimmt. Und Kohlendioxid macht uns schon in sehr kleinen Mengen müde.

Schlechte Luft in Innenräumen führt zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Übelkeit.

Wir möchten die Schülerinnen und Schüler der Eisenstädter Volksschulen auf dieses Thema aufmerksam machen. Gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen wird es ihnen ermöglicht mittels CO2 Messgeräten die Luftqualität in den Klassenräumen zu messen. Mittels drei Ampelfarben und einem akustischen Signal wird angezeigt wie gut, bzw. schlecht die Luft in einem Raum ist.

So wird schnell erkannt, wenn es Zeit zum Lüften ist. Die Schülerinnen und Schüler sorgen für möglichst viel Sauerstoff durch:

  • Regelmäßiges Lüften
  • Pausen mit Bewegung an der frischen Luft
  • Atemübungen an der frischen Luft 

Rückenfibel für Kindergärten und Volksschulen

Wer kennt sie nicht – die lästigen Rückenschmerzen. Oft treten diese schon im Kindesalter auf. Die Ursache dafür sind meistens chronische Fehlbelastungen. Dabei würde schon ein Training von fünf Minuten pro Tag ausreichen, um den Rücken fit und gesund zu halten und man beginnt damit am besten im Kindesalter.

Die Stadt Eisenstadt hat daher im Rahmen der Kampagne „Eisenstadt tut mir gut“ eine Rückenfibel speziell für Kinder konzipiert, die ab sofort in den Kindergärten zum Einsatz kommt. Auch den drei städtischen Volksschulen wurden Exemplare zur Verfügung gestellt.

Die in der Fibel enthaltenen Übungen wurden vom Eisenstädter Orthopäden Dr. Ramin Ilbeygui und seiner Frau, der Fitnesstrainerin und Heilmasseurin Ildiko Ilbeygui, zusammengestellt. Die Übungen sind kindgerecht dargestellt und regen mit einem kleinen Gedicht zum Mitmachen an.

„Die Wirbelsäule bildet den Grundstein für all unsere Bewegungen. Es ist daher ganz besonders wichtig, den Rücken schon in jungen Jahren richtig und gesund heranwachsen zu lassen. In dieser Rückenfibel wollen wir den Kindern und vor allem auch den Pädagoginnen eine kleine Anleitung in die Hand geben, um altersgerecht einige Übungen zur Stärkung und Stabilisierung der Wirbelsäule machen zu können“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner, dem die Gesundheitsförderung in den Kindergärten und Volksschulen ein großes Anliegen ist.

Dr. Ramin Ilbeygui weiß: „Der Bewegungsapparat gehört zu den störungsanfälligsten Organsystemen unseres Körpers. Die Ursache für die Häufigkeit dieser Beschwerden darf jedoch nicht primär in akuten Verletzungen gesucht werden. Vielmehr sind chronische Fehlbelastungen Auslöser dieser Beschwerden.“

Viele Untersuchungen und Befragungen zeigen den Beginn dieser Symptomatik bereits im Kindes- und Jugendalter. Vermehrt sitzende Tätigkeiten, auch sitzende Freizeitgestaltungen und zu häufige Handy-Nutzung führen zu muskulären Veränderungen im Sinne von Verkürzungen und Abschwächungen.

Dr. Ramin Ilbeygui und seine Frau Ildiko sind sehr stark im vorbeugenden Bereich tätig. In ihrer Praxis bemerken sie eine immer größer werdende Anzahl von kindlichen Beschwerden am Bewegungsapparat. „Es ist uns deswegen ein besonderes Bedürfnis hier bereits in der Primärprävention Aktionen zu setzen. Diese Initiative der Stadt könnte hierbei beispielgebend für die Zukunft werden. Es freut uns sehr, Teil dieses Projektes zu sein. Wir haben dieses Projekt daher auch mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt und werden es auch weiterhin begleiten“, so die beiden Experten unisono.

„Wir wollen unsere Kinder schon in jungen Jahren dafür sensibilisieren, dass es wichtig ist, auf die eigene Gesundheit zu achten, damit dies später für sie eine Selbstverständlichkeit wird“, erklärt Bürgermeister Steiner den Präventionsgedanken des Projektes.