Urban Gardening

in Eisenstadt

Urban Gardening

Sonnengereiftes Gemüse und frische Kräuter aus dem eigenen Garten sind der Inbegriff für Lebensqualität und liegen voll im Trend gesunder Ernährung. Um dies auch jenen Eisenstädterinnen und Eisenstädtern zu ermöglichen, die keinen eigenen Gemüsegarten haben, hat Bürgermeister Thomas Steiner das Projekt „Eisenstadt zum Anbeißen“ ins Leben gerufen.

„Die Zusammenarbeit zwischen Stadtgärtnern und Bevölkerung hat bereits Tradition in Eisenstadt. Die Gestaltung des Platzls in der St. Georgener Brunnengasse geschieht jährlich in enger Kooperation zwischen den städtischen Mitarbeitern und den freiwilligen Helferinnen unter der Federführung von Heidi Hahnekamp. Mit dem Urban Gardening Projekt wollen wir diese Form der Bürgerbeteiligung nun auf ein neues Level heben“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

Für Eisenstadts Hobbygärtner ist der Startschuss für das Urban Gardening Projekt gefallen. Auf einem Gelände in der Ruster Straße wurden insgesamt 32 Parzellen angelegt, die Flächen wurden bereits übergeben. Die Gartensaison hat somit für Eisenstadts Urban Gardener bereits gestartet.

Das gesamte Urban Gardening Gelände umfasst 1.737 m², auf dem insgesamt 32 Parzellen mit einer Größe von jeweils 20 m² angelegt wurden. Eine Parzelle wird als Schaugarten betreut und eine Parzelle fungiert als Blumenbeet. 

"Das Urban Gardening - Projekt soll auch der zunehmenden Versiegelung und Verdichtung des städtischen Raumes und der zunehmenden Entfremdung von Mensch und Natur entgegenwirken", so Umweltgemeinderat Gerald Hicke. 

Das Projekt wurde vorerst für drei Jahre geplant. Die Gesamtkosten dafür betragen 103.000 Euro, wobei der größte Teil davon im ersten Jahr (2018) für die Errichtung und den Projektstart in der Höhe von 50.000 Euro budgetiert wurden. 

Unterstützt wird das Projekt von der Lokalen Aktionsgruppe nordburgenland plus, die für die Umsetzung des EU-Förderprogramms LEADER verantwortlich zeichnet. Hier werden Mittel in der Höhe von rund 23.000 Euro ausgelöst.

Zum Gelingen beitragen wird auch die aktive Projektbegleitung durch DI Manfred Cadilek, der das Konzept erarbeitet hat. Er wird vor allem für die Pächter als Ansprechperson vor Ort zur Verfügung stehen, das Schaubeet betreuen und einen wöchentlichen Newsletter an alle interessierten Gärtner aussenden. Zusätzlich werden Workshops und Vorträge angeboten.

Die jährlichen Kosten für die Pächter betragen pro Parzelle (ca. 20m²) € 150,-/Saison. Inbegriffen dafür sind auch Bewässerung, Workshops, Coaching, Unterbringung der Gartenwerkzeuge, etc.

Ein besonderer Eye-Catcher soll das "Urban Gardening - Haus" sein, dass von Künstlern rund um Victor Sales entsprechend dem Thema gestaltet wurde. Die gestaltete Hausfassade spiegelt die Impressionen der Natur wider und soll den Betrachter mit floralen Themen und Urwald - Motiven einladen, ihrer Kreativität auch bei der Gartenarbeit freien Lauf zu lassen.

Kooperation mit heimischen Gärtnern

Das Projekt wird von der Stadt gemeinsam mit den Kooperationspartnern "Maly Gartengestaltung" und der "Gärtnerei Horvath" unterstützt. So wurde von den Eisenstädter Unternehmern eine Grundausstattung für das Urban Gardening - Gelände zur Verfügung gestellt. Die Pächter werden neben Vergünstigungen beim Einkauf auch mit einem Starterpaket an Bio - Dünger und Pflanzen ausgestattet.

Mit Unterstützung von Land, Bund und Europäischer Union