Zwölf Jahre lang hat Pater Achim Bayer Menschen in Eisenstadt begleitet: im Pfarrleben, bei freudigen Anlässen, in schweren Stunden und auch als Lehrer im Gymnasium. Sechs Jahre hat er als Dom- und Stadtpfarrer die größte Pfarre der Stadt geleitet. Als Zeichen der Anerkennung für seinen Einsatz und sein Wirken für die Stadt und Menschen wurde Pater Achim Bayer COP vergangene Woche der Ehrenring in Gold der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt im Rahmen einer Festsitzung des Gemeinderates verliehen.
In seiner Laudatio würdigte Bürgermeister Thomas Steiner Pater Achim Bayer als wichtigen Ansprechpartner für viele Eisenstädterinnen und Eisenstädter und als verlässlichen Partner der Stadt. „Aus deiner neuen Aufgabe vor zwölf Jahren ist über die Jahre hinweg eine enge Verbundenheit entstanden. Eine Verbundenheit mit der Stadt und mit den Menschen“, hielt der Bürgermeister fest. Diese Verbundenheit zeigte sich in der täglichen Arbeit ebenso wie bei kirchlichen Festen, städtischen Veranstaltungen und persönlichen Begegnungen. Anerkennende Worte für das Tun und Wirken von Pater Achim kamen auch von allen im Gemeinderat vertretenden Parteien. 2014 war der aus dem Saarland stammende Kalasantiner nach Eisenstadt gekommen. Zuvor hatte er viele Jahre in der Seelsorge in Wien gearbeitet und sich besonders der Begleitung junger Menschen gewidmet. Diese Erfahrung hat er auch hier eingebracht und Initiativen gesetzt, um Kindern und Jugendlichen einen Platz im Pfarrleben zu geben. Als Religionslehrer am BG, BRG und BORG Eisenstadt war er über viele Jahre für Schülerinnen und Schüler da. Auch als Verbindungsseelsorger der Eisenstädter Studentenverbindung K.Ö.St.V. Forchtenstein Eisenstadt begleitete er junge Menschen auf ihrem Weg.
In den vergangenen Sechs Jahren lang leitete Pater Achim als Dom- und Stadtpfarrer die größte Pfarre der Stadt. Übernommen hat er diese Aufgabe zu einem Zeitpunkt, als die Pandemie persönliche Begegnungen stark einschränkte und Gottesdienste sowie viele andere Formen des gemeinsamen Pfarrlebens nicht wie gewohnt stattfinden konnten. Er begleitete die Pfarrgemeinde durch diese schwierige Zeit und wirkte anschließend daran mit, das gemeinschaftliche Leben wieder aufleben zu lassen. Für viele Familien ist sein Wirken eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden: mit Taufen und Trauungen, der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, aber auch mit dem Abschied von Angehörigen.
Bürgermeister Steiner dankte ihm für diesen Dienst und für die gute Zusammenarbeit zwischen der Dompfarre und der Stadt. Diese war stets von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geprägt. „Danke für das gute Miteinander und die Zusammenarbeit. Danke für alles, was du für die Stadt und die Menschen getan hast. Für deinen weiteren Weg wünschen wir alles Gute und Gottes Segen“, so Bürgermeister Steiner. Mit Ende August 2026 löste die Kalasantiner-Kongregation ihre Niederlassung in Eisenstadt auf. Pater Achim bleibt der Stadt aber noch bis Ende Feber 2027 als Religionslehrer und in der Seelsorge erhalten. Der Ehrenring drückt den Dank für seine langjährige Arbeit aus und steht zugleich für eine Verbindung, die über seine Zeit als Dom- und Stadtpfarrer hinausreicht.
