Ein Jahr nach ihrer Eröffnung zieht die Stadtvilla Eisenstadt eine eindrucksvolle Bilanz: Mehr als 8.500 Besucherinnen und Besucher haben das Haus bereits erlebt. Mit innovativen Vermittlungsformaten, neuen Kinderangeboten und kreativen Workshops hat sich die Stadtvilla als fixer Bestandteil des kulturellen Lebens etabliert. „Die Stadtvilla ist weit mehr als ein Museum – sie ist ein Ort der Begegnung, der Geschichte erlebbar macht und Menschen zusammenbringt“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.
Am 1. Mai 2025 wurde die Stadtvilla anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt“ eröffnet – mit dem Anspruch, Geschichte anders zu erzählen. Statt klassischer Vitrinen setzt das Konzept auf persönliche Erzählungen, inszenierte Lebenswelten und interaktive Elemente. „Wir wollten bewusst einen Ort schaffen, den man nicht einfach besichtigt, sondern erlebt. Die Besucher tauchen in die Lebensrealitäten der 1950er- und 1960er-Jahre ein und begegnen Geschichte auf eine sehr persönliche Weise“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner die inhaltliche Ausrichtung. Dieses Konzept zeigt Wirkung: Besonders stark frequentiert sind Räume wie das Kinderzimmer oder die historische Ordination, die Erinnerungen wecken und Gespräche anregen. Auch interaktive Stationen – etwa das Vierteltelefon – erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit ihrem vielfältigen Angebot hat sich die Stadtvilla innerhalb eines Jahres als kultureller Treffpunkt etabliert. Sie verbindet Geschichte mit modernen Vermittlungsformen und schafft Raum für Austausch, Bildung und gemeinsames Erleben. „Die Stadtvilla zeigt, wie zeitgemäße Kulturarbeit aussehen kann. Sie ist ein Ort, der sich ständig weiterentwickelt und von den Menschen lebt, die ihn besuchen“, so Bürgermeister Thomas Steiner abschließend.
Kinderprogramm als wichtiger Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist das gezielt ausgebaute Angebot für junge Besucherinnen und Besucher. Gemeinderätin Regina Lackner, gleichzeitig Obfrau des Ausschusses für Kultur und Tourismus, stellt das Kinderprogramm vor: „Kinder sollen Geschichte nicht nur hören, sondern selbst entdecken. Mit unseren Figuren Fini Hollerbusch und Toni Tüftler schaffen wir einen spielerischen Zugang, der Neugier weckt und nachhaltig begeistert“, so Lackner. Neben interaktiven Führungen sorgen eine Rätselrallye durch das Haus sowie eigene Formate wie Kindergeburtstage für ein abwechslungsreiches Erlebnis. Dabei wird der Museumsbesuch bewusst als Abenteuer gestaltet, das Lernen und Spaß verbindet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Workshops und Veranstaltungen. Uschi Zezelitsch, bekannt als Kräuterexpertin, bringt dabei traditionelles Wissen in die Stadtvilla ein: „In meinen Workshops geht es darum, altes Wissen wieder greifbar zu machen – sei es bei der Herstellung von Salben oder beim Haltbarmachen von Lebensmitteln. Die Stadtvilla bietet dafür den idealen Rahmen“, erklärt Zezelitsch. Formate wie „Rock‘n Roll in der Hausapotheke“ oder Workshops zum Einlegen und Fermentieren verbinden historische Inhalte mit praktischer Anwendung und stoßen auf großes Interesse. Auch das Veranstaltungsprogramm trägt wesentlich zur Belebung bei. Unter dem Motto „Von Care-Paket bis Toast Hawaii“ widmet sich die Stadtvilla 2026 dem Lebensgefühl der Nachkriegszeit. Geplant sind unter anderem Themenveranstaltungen, musikalische Nachmittage, Diskussionsrunden sowie ein historischer Wintermarkt. Den Auftakt bildet ein Tag der offenen Tür am 1. Mai bei freiem Eintritt.
