Ein starkes Signal für die regionale Wirtschaft: Die Eisenstädter Scheine haben die Marke von zwei Millionen Euro im Gesamtverkauf überschritten. Seit ihrer Einführung im Sommer 2021 entwickeln sie sich zu einem zentralen Instrument der Kaufkraftbindung in der burgenländischen Landeshauptstadt. Bürgermeister Thomas Steiner und Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth sprechen von einem „Vorzeigeprojekt mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus“.
Die Eisenstädter Scheine wurden im Sommer 2021 als Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur wirtschaftlichen Belebung nach der Corona-Pandemie eingeführt. Ziel war es, insbesondere den lokalen Handel rasch und nachhaltig zu stärken. Bereits damals setzte die Stadt auf gezielte Impulse, um Kaufkraft in der Region zu halten und Betriebe aktiv zu unterstützen. Heute zeigt sich: Die Strategie geht auf. Mehr als zwei Millionen Euro wurden mittlerweile in Form der Gutscheine verkauft, rund 1,5 Millionen Euro davon bereits in den Betrieben eingelöst. Über 280 Unternehmen – vom Einzelhandel über Gastronomie bis hin zu Dienstleistern – akzeptieren die Scheine, die in Stückelungen zu 10, 25 und 50 Euro an zehn Verkaufsstellen erhältlich sind.
„Die Eisenstädter Scheine sind ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einfachen, aber durchdachten Maßnahmen die regionale Wirtschaft stärkt. Das Geld bleibt in der Stadt, sichert Arbeitsplätze und sorgt für lebendige Innenstädte“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist das Modell richtungsweisend. Der Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland Andreas Wirth hebt hervor: „Eisenstadt zeigt eindrucksvoll, wie Kaufkraftbindung funktionieren kann. Dieses Projekt hat Vorbildcharakter weit über das Burgenland hinaus – viele Regionen könnten sich hier ein Beispiel nehmen.“
Die Kombination aus einfacher Handhabung, breiter Akzeptanz und gezielter Positionierung macht die Eisenstädter Scheine zu einem Erfolgsmodell, Die Gutscheine sind jedoch nur ein Baustein einer langfristig angelegten Strategie zur Stärkung von Wirtschaft und Innenstadt. Bereits 2020 setzte Eisenstadt ein 300.000-Euro-Hilfspaket um – mit Gutscheinaktionen, gebührenfreien Schanigärten und gezielten Kampagnen für den lokalen Handel. 2021 folgte die Forderung nach einem „Marshallplan für die Innenstädte“.
Seither wurden zahlreiche Initiativen umgesetzt:
- Investitionsförderungen für Nahversorger in Ortskernen
- der Innenstadtbonus für neue Betriebe (rund 505.000 Euro bisher ausbezahlt)
- ein stark ausgebautes Stadtbus-System zur besseren Erreichbarkeit
- zahlreiche Veranstaltungen und Frequenzbringer in der Innenstadt
Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: Die Innenstadt verzeichnet jährlich über 2,5 Millionen Besucherfrequenzen, einzelne Events ziehen mehr als 20.000 Menschen an. Eisenstadt hat sich in den vergangenen Jahren konsequent als wirtschaftlicher Motor des Burgenlandes positioniert. Die Stadt bietet mehr Arbeitsplätze als Einwohner und weist eine überdurchschnittlich hohe Arbeitsplatzdichte auf. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den steigenden Kommunalsteuereinnahmen wider – von sechs Millionen Euro im Jahr 2000 über 14 Millionen Euro im Jahr 2025. „Wir investieren seit Jahren mit Hirn, Herz und auch finanziellen Mitteln in unsere Wirtschaft und unsere Innenstadt. Der Erfolg der Eisenstädter Scheine bestätigt diesen Weg“, so Steiner.
Infos zu den EisenstädterScheinen
Der Eisenstädter Schein kann in rund 200 Eisenstädter Betrieben eingelöst werden und ist als 10, 25 und 50 Euro-Gutschein merheren Verkaufsstellen erhältlich. Eine aktuelle Liste aller Betriebe ist auf der Website unter https://www.eisenstadt.gv.at/wirtschaft/einkaufen-in-eisenstadt/ abrufbar.
