Eisenstadt hat das Jahr 2026 zum Jahr des Ehrenamtes erklärt. Damit möchte die Landeshauptstadt jene Menschen sichtbar machen, die sich Tag für Tag freiwillig für andere einsetzen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben in der Stadt leisten. Ein zentraler Bestandteil dieses Schwerpunktjahres ist die neue Kampagne „Mein Einsatz zählt“, die im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen engagierte Persönlichkeiten aus Eisenstadt selbst. Sie repräsentieren stellvertretend die große Vielfalt des Ehrenamtes – von Einsatzorganisationen über Kultur- und Sportvereine bis hin zu sozialen Initiativen. „Ehrenamt ist kein Lückenfüller, sondern das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.
„Viele Menschen leisten Tag für Tag einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gemeinschaft – oft im Hintergrund und ohne große Bühne. Mit dieser Kampagne wollen wir genau diese Menschen sichtbar machen und ihnen die Wertschätzung geben, die sie verdienen.“ Ein bewusst gesetztes Zeichen der Kampagne: Die Plakate zeigen keine KI-generierten Bilder oder symbolischen Motive, sondern reale Persönlichkeiten aus der Stadt. Menschen, die sich hier engagieren und Verantwortung übernehmen. „Es war uns wichtig, keine anonymen Bilder zu verwenden, sondern echte Gesichter aus Eisenstadt“, erklärt Bürgermeister Steiner. „Sie stehen stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die unsere Stadt mit ihrem Einsatz prägen und stärken.“ Die Kampagne ist zugleich ein weiterer Meilenstein in einem Jahr im Zeichen des freiwilligen Engagements. Unter dem Motto „Wir tun was! – Ehrenamt stärkt Eisenstadt“ stellt die Stadt die Bedeutung des Ehrenamtes 2026 besonders in den Mittelpunkt.
Zahlreiche Aktivitäten im Jahr des Ehrenamtes
Die Plakatkampagne bildet den Startpunkt für eine Vielzahl weiterer Initiativen und Veranstaltungen. Über das gesamte Jahr hinweg sind Projekte geplant, die freiwilliges Engagement sichtbar machen, würdigen und stärken sollen. Dazu zählen etwa ein Social-Media-Fotowettbewerb mit dem #EhrenamtStärktEisenstadt, ein Schwerpunkt zu unseren drei Feuerwehren in dem wir das Bewusstsein für unsere Florianis schärfen möchten. Mit der neue Ehrungsnadel für Ehrenamtliche möchten wir für das Engagement auch durch ein äußerliches Zeichen Danke sagen. Auch für unsere Kleinsten ist etwas dabei: Bei einem Malwettbewerb mit dem Titel „Mein Held ist…“ sind Kinder eingeladen, ihre Gedanken zu diesem Thema mit Stiften zu Papier zu bringen. Und bei einem Workshop zu Themen, die die Vereinsarbeit betreffen, geht es um die nötigen „Soft-Skills“ für Funktionäre.
Aber auch bestehende Veranstaltungen, wie die Flurreinigung, das Anradeln oder die Sportlerehrung werden 2026 verstärkt unter das Jahresthema gestellt. Ziel ist es, bestehendes Engagement zu würdigen, neue Menschen für freiwillige Tätigkeiten zu begeistern und die Vernetzung zwischen Vereinen und Initiativen weiter zu stärken.
„Diese Kampagne ist also erst der Anfang“, so Steiner. „Im Laufe des Jahres werden zahlreiche weitere Aktivitäten folgen, mit denen wir das Ehrenamt sichtbar machen, stärken und neue Menschen dafür begeistern wollen.“
Aufruf an Vereine sich online zu registrieren!
Ein zentrales Anliegen der Stadt ist es, die vielen Vereine und Organisationen noch stärker einzubinden. In diesem Zusammenhang wird auch die Vereinsdatenbank der Stadt aktualisiert. „Unsere Vereine sind das Herzstück des Ehrenamtes in Eisenstadt. Damit wir sie bestmöglich unterstützen können, möchten wir unsere Vereinsdatenbank aktualisieren“, sagt Bürgermeister Steiner. „Ich lade daher alle Vereine ein, sich aktiv online einzutragen. So können wir sie über Aktivitäten, Fördermöglichkeiten und Projekte im Jahr des Ehrenamtes informieren.“ Die Daten werden in Folge dann auch unserer Website veröffentlicht. So kann jeder, der sich für einen Verein interssiert direkt Infos einholen und in Kontakt treten. Die Registrierung geht ganz einfach unter https://www.eisenstadt.gv.at/ehrenamt. Der QR-Code ist auch auf den neuen Plakaten zu sehen.
Eisenstadt unterstützt seine Vereine
Neben der öffentlichen Wertschätzung setzt die Stadt Eisenstadt auch auf konkrete Unterstützung für Vereine und ehrenamtliches Engagement. „Ehrenamt verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche Unterstützung“, betont Bürgermeister Thomas Steiner. „Unsere Vereine leisten einen enormen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in Eisenstadt – deshalb ist es uns wichtig, sie auch finanziell im Rahmen der Möglichkeiten zu stärken.“ Im Jahr des Ehrenamtes wird deshalb auch das Bürgerbudget entsprechend ausgerichtet sein.
Die Kampagne und die Testimonials vor dem Vorhang
Für die Kampagne „Mein Einsatz zählt“ stehen für sechs unterschiedliche Motive engagierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Ehrenamtes stellvertretend vor der Kamera:
Für Thomas Steiner und Vizebürgermeister Istvan Deli stehen die Testimonials der Kampagne stellvertretend für viele Menschen in Eisenstadt, die sich mit großem persönlichen Einsatz für andere engagieren. „Eine Stadt kann verwaltet werden – eine Gemeinschaft muss getragen werden“, betont Bürgermeister Steiner: „Das Ehrenamt ist ein wesentlicher Teil dessen, was Eisenstadt ausmacht. Genau diese Menschen wollen wir vor den Vorhang holen und direkt aufs Plakat bringen. Denn Ehrenamt lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Zeit für die Gemeinschaft einsetzen“, betont Bürgermeister Steiner. „Mit dieser Kampagne wollen wir genau jene Menschen sichtbar machen, die oft im Hintergrund Großartiges leisten.“ Ein Beispiel dafür ist Monika Prieler vom Basketballverein BBC Dragonz Eisenstadt. Sie ist das Beispiel, dass man auch im Sport den Verein entscheidend mittragen kann, ohne selbst am Spielfeld zu stehen. „Moni ist bei den Dragonz immer dort, wo Hilfe gebraucht wird“, sagt Steiner. „Mit einem Lächeln sorgt sie am Spielfeldrand dafür, dass die Fans versorgt werden, und kocht sogar für die Mannschaft – auch weil ihr Sohn selbst im Team spielt.“
Bei der Freiwilligen Feuerwehr steht Markus Rinnhofer stellvertretend für den außergewöhnlichen Einsatz vieler Mitglieder. „Markus ist jener Feuerwehrmann mit den meisten Einsätzen und Einsatzstunden in ganz Eisenstadt“, erklärt sein Feuerwehrkollege und Vizebürgermeister Istvan Deli: „Wenn Hilfe gebraucht wird, ist er zur Stelle – egal ob als Kamerad oder im Einsatz.“
Ein anderes Gesicht des Ehrenamtes ist Christine Sprung von der Nachbarschaftshilfe Eisenstadt. „Sie engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen“, so Deli. „Einkäufe erledigen, Zeit schenken oder einfach für jemanden da sein – genau dieses Engagement macht unsere Gemeinschaft stärker.“
Auch Jakob Knor engagiert sich für andere. Er ist seit vielen Jahren Teil der Sternsingeraktion in Eisenstadt, ist auch in der Pfarre und anderen Vereinen aktiv. „Solche Initiativen zeigen, wie viel Engagement und Zusammenhalt in unserer Stadt steckt“, so Deli.
Eine wichtige Rolle für das kulturelle und gesellschaftliche Leben spielen auch die Musikvereine. Mit Matthias Lehner und Leonie Monz von der Bauernkapelle St. Georgen, Christoph Reinprecht und Kathrin Steiner von der Stadt- und Feuerwehrkapelle Eisenstadt sowie Christine Stöckl und Christian Pfann von der Winzerkapelle Kleinhöflein sind gleich mehrere Kapellen Teil der Kampagne. „Unsere Musikvereine sind ein wesentlicher Teil der kulturellen Identität Eisenstadts“, so Deli. „Sie pflegen Tradition, gestalten Veranstaltungen und tragen wesentlich zum gesellschaftlichen Leben in unserer Musikstadt bei.“
Auch junge Menschen übernehmen Verantwortung. Konstantin Holper engagiert sich beim Roten Kreuz und im Jugendrotkreuz. „Konstantin steht stellvertretend für viele junge Menschen, die sich mit großem Einsatz für andere engagieren“, so Deli, der weiter betont: „Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig Ehrenamt in Eisenstadt ist. Ob im sozialen Bereich, bei Einsatzorganisationen, in der Jugendarbeit, im Sport oder in der Kultur – überall tragen engagierte Menschen dazu bei, dass unsere Stadt zusammenhält.“
Mit Johanna Lebeth und Elias Kassl sind auch die Pfadfinder Teil der Kampagne. Sie engagieren sich in der Jugendarbeit und vermitteln jungen Menschen Werte wie Gemeinschaft, Verantwortung und Naturverbundenheit. „Gerade diese Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für unsere Stadt von großer Bedeutung“, betont Deli.
