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Aus Eisenstadt

Jahresbilanz 2025 – Das war das Jubiläumsjahr

Höhepunkte, Meilensteine und bleibende Projekte im Jubiläumsjahr

Das Jahr 2025 wird in der Geschichte Eisenstadts einen besonderen Platz einnehmen. 100 Jahre Landeshauptstadt waren Anlass für ein Jubiläumsjahr, das weit über klassische Feierlichkeiten hinausging. Eisenstadt nutzte dieses besondere Jahr, um seine Rolle als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Burgenlands sichtbar zu machen – und gleichzeitig klare Weichen für die Zukunft zu stellen.

 „Wir haben im Jubiläumsjahr unsere Stadt und all jene Bürgerinnen und Bürger, die Eisenstadt über Generationen hinweg entwickelt und vorangebracht haben – und dies auch heute noch tun –, in würdiger Form gefeiert. Gleichzeitig haben wir wichtige Meilensteine gesetzt, die weit über das Jubiläum hinausreichen und den kommenden Generationen zugutekommen werden“, so Bürgermeister Thomas Steiner, der weiter betont: „Wir haben eine wunderschöne Stadt von unseren Vorgängerinnen und Vorgängern übernommen, und wir setzen alles daran, dass sie nicht nur erhalten bleibt, sondern sich auch behutsam und verantwortungsvoll weiterentwickeln kann. Die Lebensqualität der Menschen stand und steht dabei für uns immer an oberster Stelle.“

Unter dem Motto „Mein Eisenstadt. Meine Landeshauptstadt.“ wurde deutlich: Dieses Jubiläum gehörte nicht nur der Stadt selbst, sondern allen Burgenländerinnen und Burgenländern. Die Jubiläumskampagne „19 + 25 + 20 + 25 = 100“ sorgte bereits zu Jahresbeginn gezielt für große Aufmerksamkeit. Das Ziel war es ein Jubiläum zu gestalten, das nicht nur im Rahmen von Festakten spürbar ist, sondern vielmehr im Alltag, im Stadtbild und in der unmittelbaren Begegnung der Menschen. Eisenstadt sollte aus vielen verschiedenen Perspektiven erlebbar werden – sowohl für die Einheimischen als auch für Gäste. So standen die 19 Gesichter stellvertretend für Persönlichkeiten, die die Stadt geprägt haben. In 25 Blickwinkeln teilten Menschen ihre persönliche Sicht auf Eisenstadt und erzählten ihre individuellen Geschichten. Die 20 ausgewählten Orte luden zu einem historischen Spaziergang durch die Stadt ein und vermittelten Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise. Mit insgesamt 25 Veranstaltungen wurde das Jubiläum über das gesamte Jahr hinweg lebendig.

100 Jahre Landeshauptstadt – Feiern, Symbole und Begegnungen

Den Veranstaltungsauftakt bildete der Neujahrsempfang im Rathaus, der ganz im Zeichen des Jubiläums stand. Ein zentraler Fixpunkt des Jubiläumsjahres war das letzte Aprilwochenende. Am 29. April fand eine Festsitzung des Gemeinderates statt, die dem historischen Anlass einen würdigen politischen Rahmen gab. Am 30. April 2025, exakt 100 Jahre nach der Ernennung Eisenstadts zur Landeshauptstadt, wurde die Stadtvilla Eisenstadt feierlich eröffnet. Begleitet wurde dieser historische Tag von einem Festgottesdienst im Martinsdom, zelebriert von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der dem Jubiläum eine besondere spirituelle Tiefe verlieh. Ein weiterer Höhepunkt folgte im September mit der Festsitzung des Burgenländischen Landtages. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Bürgermeister Steiner einen Stadtbaum an Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf.

Die Stadtvilla – das bleibende Jubiläumsgeschenk

Mit der Stadtvilla Eisenstadt erhielt die Stadt nicht nur ein neues Museum, sondern einen lebendigen Ort der Begegnung. In der Pfarrgasse 20 verbindet sie Geschichte, Identität und Gegenwart – und wurde bewusst als Jubiläumsgeschenk an die Bevölkerung konzipiert.

„Mit der Stadtvilla haben wir einen Ort geschaffen, der die Geschichte Eisenstadts lebendig macht und gleichzeitig Raum für Austausch, Dialog und neue Ideen bietet“, erklärte Bürgermeister Steiner. „Sie steht sinnbildlich für unseren Anspruch, Vergangenheit und Zukunft miteinander zu verbinden.“

Ein starkes Symbol für den landesweiten Charakter des Jubiläums war die Aktion „170 Bäume für 170 Gemeinden“. Jede burgenländische Gemeinde erhielt einen eigenen Jubiläumsbaum aus Eisenstadt. „Dass es im Jubiläumsjahr nicht nur um Eisenstadt geht, sondern um die Landeshauptstadt der Burgenländer, wollten wir mit dieser Aktion sichtbar machen. Jeder Baum steht für Verbundenheit, Wachstum und gemeinsame Verantwortung“, so Bürgermeister Steiner.

Ein weiterer beeindruckender Höhepunkt war das große Jubiläumskonzert im Haydnsaal, das gemeinsam mit der Bildungsdirektion Burgenland und den Eisenstädter Schulen realisiert wurde. Alle Schultypen beteiligten sich auf und hinter der Bühne.  Mit dem 74. Österreichischen Städtetag wurde Eisenstadt im Mai zum Treffpunkt von rund 1.000 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung aus ganz Österreich. Unter dem Motto „Stadt mit Weitblick“ wurde über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Städte diskutiert. Veranstaltungen wie „Eisenstadt in Weiß“, die Wein- und Genusstage, der Martinikirtag sowie zahlreiche weitere kulturelle Formate standen ebenfalls unter dem 100 Jahr Jubiläumsmotto.

Kunst, Wein und besondere Jubiläumsgeschenke

Jedes Jahr aufs Neue erfreut seit 2016 eine besondere Tradition die Gaumen der Weinliebhaber: Der EisenStadtWein. 2025 war ein besonderes Jahr, deswegen gab es zum Stadtwein einen Jubiläumssekt dazu – beides aus dem Weingut Esterházy.  Im Andrea-Fraunschiel-Park wurde im Rahmen des Jubiläumsjahres die Skulptur „Aufwärts“ der renommierten Künstlerin Heidi Tschank enthüllt. „Diese Skulptur zeigt, wofür Eisenstadt steht: für Entwicklung, gemeinschaftliches Voranschreiten und eine Stadt, die sich mit Selbstbewusstsein ihrer Zukunft stellt“, betonte Bürgermeister Steiner. Mit dem „Muscat de Noir de Eisenstadt“ wurde von Winzer Erwin Tinhof und F.X. Lehner eine echte Rarität geschaffen. Exakt 100 nummerierte Magnumflaschen, jede in einer edlen Holzbox, wurden gegen eine Spende für „Eisenstadt hilft“ vergeben. Die Resonanz war überwältigend – alle Flaschen waren binnen kürzester Zeit vergriffen.

Meilensteine 2025 – nachhaltige Entscheidungen für die Zukunft

Neben den zahlreichen Feierlichkeiten war das Jubiläumsjahr 2025 auch von richtungsweisenden Entscheidungen geprägt, die weit über das Jubiläum hinaus Wirkung entfalten. Eisenstadt nutzte dieses besondere Jahr bewusst, um zentrale Zukunftsthemen voranzutreiben – von moderner Mobilität über Sicherheit und Vorsorge bis hin zu Umwelt-, Bildungs- und Infrastrukturmaßnahmen. Der Stadtbus ist seit Anfang 2025 vollständig elektrisch unterwegs  und drei seiner Infoscreens wurden umgerüstet.  Währens sie im Alltag als Fahrgastanzeigen dienen, übernehmen sie im Blackout-Krisenfall die Funktion von Katastrophen-InfoPoints, um die Bevölkerung auch bei längeren Stromausfällen zuverlässig informieren zu können. Auch im Bereich der Verkehrssicherheit setzte Eisenstadt Maßstäbe: Mit der Einrichtung der ersten Schulstraße im Burgenland vor der Volksschule Bahnstraße wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um mehr Ruhe, Übersichtlichkeit und Sicherheit für die über 400 Schulkinder zu gewährleisten.

Gleichzeitig setzte Eisenstadt deutliche Akzente im Bereich Umwelt, Klima und Lebensqualität. Mit einem Grundsatzbeschluss zur Entsiegelung öffentlicher Flächen wurde ein klares Bekenntnis zu klimaresilienter Stadtentwicklung abgegeben. Österreichweit einzigartig ist zudem die ortspolizeiliche Verordnung zur Eindämmung von Lichtverschmutzung, die dem Schutz von Mensch, Tierwelt und Nachthimmel dient. Die Auszeichnung als familienfreundliche Gemeinde sowie die Ernennung zur „Natur im Garten“-Gemeinde bestätigen darüber hinaus den konsequenten Weg der Stadt in Richtung nachhaltiger und sozial ausgewogener Lebensraumgestaltung. Eisenstadt will weiters bis 2040 klimaneutral werden. Die Landeshauptstadt ist für den entsprechenden Klimaneutralitäts-Maßnahmenplan vom Infrastrukturministerium als Pionierstadt ausgezeichnet worden – ebenfalls ein Novum im Burgenland.

Mit dem im Bau befindlichen Bildungscampus, der die vierte Volksschule und den achten Kindergarten umfasst, investiert Eisenstadt gemeinsam mit dem Land Burgenland in die nächste Generation. Ergänzt wird dies durch das Kommunikationszentrum in St. Georgen, das 2026 eröffnet wird und künftig als wichtiger Treffpunkt dienen soll.

„Dieses Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten – für Eisenstadt und für das ganze Burgenland“, so Bürgermeister Thomas Steiner. „Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtgemeinde Eisenstadt, die mit großem Einsatz, hoher Professionalität und viel Herzblut wesentlich zum Gelingen des Jubiläumsjahres beigetragen haben. Ebenso danke ich allen politischen Vertreterinnen und Vertretern aller Parteien, die dieses Jahr konstruktiv, verantwortungsvoll und über Parteigrenzen hinweg mitgetragen und aktiv mitgestaltet haben.“