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Kinder lernen spielend fürs Leben!
Aus Sicht der Erwachsenen hat häufig nur dann eine Zeit beziehungsweise Tätigkeit Sinn, wenn diese „sinn – voll“ verbracht wird, getreu der Einschätzung, spielen könne jeder, lernen dagegen nicht.
Und dennoch:
Nicht umsonst heißt es: Das Spiel ist der „Beruf“ eines Kindes, weil es in ihm Erfahrungen über sich, sein Umfeld, die gesamte gegenständliche und natürliche Welt sowie das Zusammenleben mit anderen Menschen macht, die es sonst in dieser Qualität auf anderer Ebene nicht erfahren kann.
Die Bedeutung des Spiels kann überhaupt nicht überschätzt werden. Wir wissen heute, dass ein erfolgreiches Lernen in der Schule in hohem Maße entdeckendes Lernen ist, das heißt ein Lernen, das dem Kind die Möglichkeit gibt, das, was es wissen soll, selbst zu entdecken. Gerade das entdeckende Lernen setzt aber die Spielfähigkeit voraus. Zum Entdecken gehört Neugier, und Neugier ist die Basis jeder Wissenschaft.
Eine spielförderliche Atmosphäre unterstützt in Kindern den Eindruck, dass es sich lohnt zu spielen. Damit werden Lernwirkungen erzielt, die für viele Erwachsene auf den ersten Blick kaum oder gar nicht zu erkennen sind und dennoch eine langfristige Entwicklungsförderung auslösen und verstärken. Fasst man diese Lernwirkungen zusammen, so betreffen sie zwei Bereiche:
Was allerdings besonders wichtig ist: Eine Spielfähigkeit – und damit eine umfassende Lernerfahrung – kann und wird sich nur dort entwickeln, wo die Vielfalt der Spielformen entdeckt, genutzt, aufgenommen, vertieft und ausgiebig erfahren wird.