Infos Bauvorhaben

in Eisenstadt

geringfügige Bauvorhaben (§16)

Darunter versteht man Maßnahmen

  • zur Erhaltung von Bauten,
  • zur Instandsetzung von Bauten,
  • zur Verbesserung von Bauten (z.B. Fassadenrenovierung, Fenstertausch, Errichtung von Gerätehütten, usw.)
  • sowie sonstige Bauvorhaben, an denen keine baupolizeilichen Interessen bestehen.

Hinweis:
Die vorangeführten Bauvorhaben bedürfen keiner Bewilligung, sind aber spätestens 14 Tage vor Baubeginn der Baubehörde schriftlich mitzuteilen (Bauanzeige §16).

mitzubringende Unterlagen:

Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen bis 5 kWp Engpassleistung, die bei Gebäuden der Klasse 1 und 2 parallel zur Dach- oder Wandfläche auf dieser aufliegen oder in diese eingefügt sind, bedürfen keiner baubehördlichen Bewilligung. 

 

 

anzeigepflichtige Bauvorhaben (§17)

Darunter versteht man folgende Bauvorhaben:

  • die Errichtung und Änderung von Wohngebäuden bis zu einer Wohnnutzfläche von 200 m² und der dazugehörenden Nebengebäude (Garage, Gartenhäuschen, etc.),
  • die Errichtung von sonstigen Gebäuden bis zu einer Nutzfläche von 200 m²,
  • die Errichtung und Änderung von Bauwerken, bzw. die Änderung des Verwendungszweckes von Gebäuden.

Hinweis:
Vor Planungsbeginn sollte der Bauwerber, in seinem eigenen Interesse, bei der Baubehörde Auskünfte über die Bebauungsgrundlagen einholen.

Die Baubehörde hat Auskünfte insbesondere über folgende Bebauungsgrundlagen zu erteilen:

  • Flächenwidmung des Grundstückes
  • Inhalt eines Bebauungsplanes/Teilbebauungsplanes bzw. der Bebauungsrichtlinien
  • Bebauungsweise, Abstände, Baulinien, Geschoßanzahl, etc.

Die genannten Bauvorhaben sind anzuzeigen. Auf den Bauplänen haben die Anrainer der Grundstücke, welche nicht weiter als 15 Meter von den Baufronten entfernt sind (sämtliche Grundstückseigentümer) ihre Zustimmung zum Bauvorhaben durch Unterschrift zu geben.

mitzubringende Unterlagen:

  • schriftliches Ansuchen (Bauanzeige §17),
  • Baupläne in dreifacher Papierform
  • Baupläne in digitaler Form an technik@eisenstadt.at
  • Baubeschreibung in dreifacher Papierform (von einem befugten Planverfasser)
  • Anrainerverzeichnis,
  • die Zustimmungserklärungen aller Anrainer,
  • Grundbuchauszug (nicht älter als 6 Monate),
  • GWR-Datenblatt

Die Baupläne und die Baubeschreibung sind von Grundstückseigentümer, Bauwerber und von einem befugten Planverfasser vor Abgabe an die Baubehörde zu unterzeichnen.

Sobald die Unterlagen vollständig sind, die Zustimmungserklärungen aller Anrainer vorliegen und das Bauvorhaben baupolizeiliche Interessen offensichtlich nicht verletzt, hat die Baubehörde die "Baufreigabe" zu erteilen. Liegt die Baufreigabe vor kann mit dem Bau begonnen werden. Der Bauwerber hat der Gemeinde den Baubeginn bekannt zu geben und hat seit 01.01.2013 auch dafür zu sorgen, dass die von der Baubehörde ausgestellte Bauplakette gut sichtbar auf der Baustelle angebracht wird. Hinweis: Sollte die Baufreigabe nicht ohne Auflagen oder Bedingungen erteilt werden können, oder liegen die Zustimmungserklärungen der Anrainer nicht vor, so hat die Baubehörde den Bauwerber aufzufordern, um eine Baubewilligung gemäß § 18 anzusuchen.

 

 

bewilligungspflichtige Bauvorhaben (§18)

Darunter versteht man Bauvorhaben

  • die nicht geringfügig sind (§ 16),
  • die nicht anzeigepflichtig sind (§ 17, z.B. über 200 m²).

 mitzubringende Unterlagen:

  • schriftliches Ansuchen (Bauansuchen § 18),
  • Baupläne in dreifacher Papierform
  • Baupläne in digitaler Form an technik@eisenstadt.at
  • Baubeschreibung in dreifacher Papierform (von einem befugten Planverfasser),
  • Anrainerverzeichnis,
  • Grundbuchauszug (nicht älter als 6 Monate),
  • Energieausweis,
  • GWR-Datenblatt.

Die Baupläne und die Baubeschreibung sind von Grundstückseigentümer, Bauwerber und von einem befugten Planverfasser vor Abgabe an die Baubehörde zu unterzeichnen.

Hinweis:

Der Bauwerber hat bei der Baubehörde um eine Baubewilligung anzusuchen. Die Baubehörde hat über dieses Vorhaben unter Abhaltung einer Bauverhandlung mittels Bescheid zu entscheiden. Liegt die Baubewilligung vor kann mit dem Bau begonnen werden. Der Bauwerber hat der Gemeinde den Baubeginn bekannt zu geben und hat seit 01.01.2013 auch dafür zu sorgen, dass die von der Baubehörde ausgestellte Bauplakette gut sichtbar auf der Baustelle angebracht wird. Bei größeren Gebäuden (mehr als 200m² Wohnnutzfläche) ist für die Durchführung des Bauvorhabens ein Bauführer zu bestellen. Dieser ist dann statt dem Bauwerber für die ordnungsgemäße Abwicklung des Bauvorhabens verantwortlich.

 

 

Abbruch von Gebäuden (§20)

Der beabsichtigte Abbruch von Gebäude ist, sofern dieser nicht im Zusammenhang mit der Errichtung oder Änderung von Bauten steht, der Baubehörde schriftlich mitzuteilen.

mitzubringende Unterlagen:

  • schriftliches Ansuchen (Abbruch von Gebäuden § 20),
  • Lage- und Bestandsplan in Papierform,
  • Lage- und Bestandsplan in digitaler Form an technik@eisenstadt.at
  • Zustimmungserklärung der Eigentümer des unmittelbar angrenzenden Grundstückes
  • Weitere Unterlagen können angefordert werden.

 

 

Fertigstellungsanzeige, Schlussüberprüfung, Benützungsfreigabe (§27)

Eine Benützungsbewilligung für die angeführten Bauvorhaben wird nicht mehr nach einer Augenscheinverhandlung erteilt, sondern der Bauwerber hat die Fertigstellung des Gebäudes der Baubehörde anzuzeigen.

mitzubringende Unterlagen:

  • Schriftliches Ansuchen, (Fertigstellungsanzeige § 27),
  • die Rauchfangbefund,
  • Elektro-Prüfprotokoll nach bundeseinheitlicher Fassung gemäß SNT-Vorschriften,
  • ein Schlussüberprüfungsprotokoll eines Bausachverständigen (in dem dieser die bewilligungsgemäße Ausführung des Bauvorhabens mit seiner Unterschrift bestätigt).

Bei Gebäuden ist der Fertigstellungsanzeige ein Schlussüberprüfungsprotokoll einer dazu befugten Fachkraft, die an der Ausführung des Gebäudes nicht beteiligt gewesen sein darf, anzuschließen. Darin ist die bewilligungsgemäße Ausführung des gesamten Bauvorhabens oder des betreffenden Bauabschnittes zu bestätigen.

  

Gebäudeeinmessung (§27 Abs. 3)

Neu errichtete Gebäude sowie Zubauten ab 20m² sind nach deren Fertigstellung durch einen Ziviltechniker entsprechend der Vermessungsverordnung auf Kosten des Bauwerbers einmessen und in die Katastermappe eintragen zu lassen. Der Bauwerber kann diesen beauftragen oder die Baubehörde übernimmt dies, die Kosten werden dem Bauwerber in Rechnung gestellt (privatrechtliche Vereinbarung).

 

 

Erlöschen der Baubewilligung (§19)

Die Baubewilligung erlischt, wenn

  1. die Durchführung des Vorhabens nicht binnen zwei Jahren nach Rechtskraft der Baubewilligung begonnen wurde oder
  2. das Vorhaben nicht innerhalb von fünf Jahren nach Beginn der Durchführung fertiggestellt ist.

Eine Fristverlängerung kann in begründeten Fällen gewährt werden. Wird gegen die Baubewilligung Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof oder den Verfassungsgerichtshof erhoben, ist der Fristenlauf bis Entscheidung darüber unterbrochen.